Reisebericht: Dol Lisična

Gespeichert von jezour am Mo., 05.05.2014 - 10:25

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. tectorum var. tectorum from Dol Lisična

In diesem Beitrag verlassen wir das Thema Jovibarba globifera. Über diesen Pflanzen habe ich in den letzten Wochen wieder viel geschrieben. Wir verlassen Tschechien auch und verschieben in Richtung Süden – ins Slowenien. Slowenien ist für uns, die für Hauswurz interessieren, auch ein sehr interessantes Land, das wenig untersucht wird.

In diesem Reisebericht besuchen wir die Landschaft im Westen des Landes. Im Westen des Landes gibt es ein riesengroßes Karstgebiet. In diesem Karstgebiet befinden sich die weltberühmten Höhlen – bei dem Städtchen Postojna (Postojnske jame) und bei dem Dorf Škocjan (Škocjanske jame). In der Landschaft im Westen von Slowenien gibt es viele Standorte von Sempervivum tectorum var. tectorum. In diesem Reisebericht besuchen wir die Gegend des Dorfes Škocjan.

In der Nähe von Škocjan gibt es viele Felsen und Felswänden. Warum? Früher war die Gegend oben wahrscheinlich flach und unter der Erde waren überall die Höhlen. Im Laufe der Zeit sind einige Teile der Höhlendecken versunken und die Felswänden sind entstanden. Und an den Rändern der Felswänden haben sich neue Pflanzen niedergelassen. Es gilt auch für Hauswurz – für Sempervivum tectorum var. tectorum.

Dol Lisična liegt etwa 300 Meter nordwestlich von dem Dorf Betanja. Der Standort von Sempervivum tectorum var. tectorum liegt gleich neben dem touristischen Weg. Die Felswänden sind steil und hoch da. Die Hauswurz wachsen an den Rändern der Felswänden. Der Standort liegt in der Höhe von 432 Meter über dem Meerspiegel und das Gestein wird Kalkstein gebildet.

Die Rosetten wachsen da in den kleinen Gruppen. Eini Gruppe enthält etwa 15 Rosetten. Dann gibt es eine Lücke und dann nächste Gruppe der Rosetten. Die Verbreitung der Hauswurz ist nicht verbunden. Ich habe der Standort am Anfang Frühlings besucht. Die Rosetten waren geöffnet und die Rosetten haben angefangen zu wachsen. Die meisten Rosetten waren frisch grün gefärbt und alle Rosetten hatten die lila (oder rot-lila) gefärbten Spitzen der Rosettenblätter.

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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Comments

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 07:57

Hallo lieber jezour,

das ist ja wieder ein hochinteressanter Ort, den du uns in diesem Reisebericht vorstellst.

Alleine schon die Geschichte um die Entstehung der Felswände hört sich spannend an.

Ich habe gegoogelt und gelesen, dass es sich bei der Höhle von Postoja um die bekannteste Höhle der Welt handelt. Ich habe von Drachenjünglingen erfahren, die es dort gibt. Von dem fünf Meter hohen Tropfstein, der den Namen Brillant trägt, von 21 km unterirdischen Gängen.

Und das Sempspolster hockt auf dem Felsvorsprung wie ein Vogelnest.

Das nenne ich eine perfekte Reise! Ein Wahnsinnsgebiet, gekrönt von einem Sempsfund!

Vielen Dank dafür, dass du uns diesen Bericht erstellt hast.

Ich bin hellauf begeistert.

Liebe Grüße
Zaubergarten

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 07:57

Lieber jezour,

Zaubergarten hat schon alles gesagt.

Eine tolle Gegend! Tolle Pflanzen!

Dol heißt Schlucht?

Vielen Dank für den Bericht und die Fotos!

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 07:59

Moin lieber jezour;

eine wunderschöne Landschaft die du uns da zeigst;

und die Semps sehen toll aus - kräftig und schön gefärbt;

danke für diesen tollen Reisebericht!

LG banker07

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 08:03

Hallo,

lieber illustrator,

vielen Dank für die Erklärung.


liebe Sempernicki,

ich dank für den Hinweis, ich habe einen Fehler gemacht. Ich möchte Tal schreiben und habe ich etwas anderes geschrieben.

LG,
jezour

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 08:04

Die "drachenjunge" gibts in Postojna nur noch im aquarium. Die kommen aus eine andere hoehle, in Postojna sind sie schon lange ausgestorben (Proteus anguinus). Es gibt dort nur ein zug fur die kinder im hoehle und sehr viel ferienfeier. Mit ober 12.000 (kein schreibfehler jedes jahr werden 120 "neue" entdeckt ... ) registrierte hoehlen in Slowenien gibt es noch andere moeglicheiten ...

Slowenien wird doch untersucht, aber nich alles wird auch hier online publiciert ... Ich bin fest uberzeucht das die meiste sammler sehr wohl meinen, aber weiss auch das einige populationen ziemlich schmall und isoliert sein und ein einzelperson unnachdenkend eine ganze population ausrotten kann.

Im gegend gibt es auch eine kultivierte anlage auf eine steilwand, mit S. tectorum mit auffallend lange stolonen (bis 20 cm und laenger). Hasst du vielleicht etwas aenliches beobachted in Slowenien? Bis jetzt habe ich bei die heimische populationen nur ausnamsweise laengere stolonen als einige cm. gesehen. Ich bin deswegen neugierig ob die auf die steilwand kultivierte tectorum herkummlich heimisch sein koennen, aber glaube das es ein import von lange her sein muss (wie auch die oft kultivierte tectorum in gaerten in Slowenien - aber das ist wieder eine andere Pflanze).

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 08:04

Hallo, lieber illustrator,

danke für die Erklärung von "Dol" und von den andern interessanten Einzelheiten.

Lieber jezour,

das habe ich mir gedacht, dass du "Tal" schreiben wolltest. Ich kann die südost-europäischen Sprachen nicht, aber manchmal kann man es sich anderweitig ableiten und man "denkt" sich etwas, aber man ist nicht sicher und fragt dann lieber.

Liebe Grüße an euch beide

Sempernicki

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 08:05

Lieber illustrator,

ich habe Sempervivum tectorum im Slowenien in der Nähe von Škocjan Höhlen und an den Abhängen von dem Gebirge Nanos beobachtet.
Die neuen Ausläufer habe ich fast nicht gesehen. Darum habe ich die kleinen Rosetten beobachtet, also ich rate ein bisschen. Die kleinen Rosetten sind in der Nähe der größeren Rosetten gewachsen, am weitesten bis 4 cm. Also, die langen Ausläufer habe ich nicht beobachtet.
Die Rosetten in der Nähe von Škocjan Höhlen haben +/- gleich ausgesehen. Ich habe in der Sammlung Sempervivum tectorum aus Kroatien, Rijeka - diese Pflanzen habe ich bekommen. Die Rosetten aus Kroatien sehen aus +/- gleich wie die Rosetten aus dem Standorten in der Nähe von dem Škocjan Höhlen.
Ich habe während diese Reise auch die Pflanzen am Abhängen des Gebirges Nanos beobachtet. Das Gebirge liegt nicht so weit von Škocjan. Trotzdem sieht da Sempervivum tectorum anders aus. Ich habe da auch die Variabilität (Rosettenblätter, Gestalt der Rosetten) beobachtet.

Die Herkunft der Pflanzen stellen wir gar nicht fest, wir können nur raten. Trotzdem können wir ziemlich guten Vorstellungen gewinnen. Wir nehmen zwei Ausläufer aus jedem Standort und diese Rosetten bauen wir in der Sammlung mit anderen Rosetten aus nächsten Standorten in den gleichen Bedingungen an. Die Rosetten zeigen die Merkmale und wir können diese Merkmale gut beobachten. Wenn die Rosetten +/- gleich aussehen, dann können sie eine gleiche Herkunft haben...

LG,
jezour

Sempernicki

So., 05.12.2021 - 08:06

Das ist mir bekannt. Ich wil nur versuchen aus zu finden ob es uberhaupt aenliche Pflanzen in die naturliche standtorten gibt. Wann nicht, dan ist es eine anweisung das die Pflanzen von "irgentwo weit weg" kommen.

Nanos sehe ich von "unterhalb" fast jede woche. Jedes jahr gehe ich einige malen hoch, nicht nur wege die Semps ist das ein schoenes ort! Dort oben ist das Klima sehr rau, mal heiss und sonnich aber oft auch bitter kalt, windich oder neblich. Die Pflanzen dort sind die meist Ostlichen von eine reie von Standtorten, die alle variation im "dunkelheit" zeichen: einige sind gruen, andere mer oder weinig rotlich. Wann sie etwas unter grass wachsen sind die alle gleich gruen. Ich denke, dort Oben formen die erst ab die naechste monat neue auslaufer  (Nanos ist die name von nur ein Berg, nicht von ein Gebirge, die name bedeutet "auf die Nase", Nanos hat wirklich eine Nasen-aenliche form. Es gibt in die naehe ein Dorf nit die name Podnanos, was im ubersetzung so etwas ist wie "unter - die - auf die Nase" Klinkt doch schoener auf Slowenisch ... )

Bein die Pflanzen von die "kultivierte steilwand" sind noch jetzt die auslaufer vons letste jahr (und auch altere) sehr deutlich sichtbar. Viele "kindeln" hangen einfach unter die rosetten ... Die steilwand ist in Kubed, davon habe ich auf das Englisches forum schon foto's gezeicht.

Titelbild
Reisebericht: Dol Lisična