Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. tectorum var. tectorum from Sveti Hieronim
Nach den zwei Wochen veröffentliche ich einen nächsten Reisebericht. Letzte Woche habe ich eine Pause gemacht, denn ich hatte viel Arbeit fürs Studium. Ich hoffe, dass ich jetzt mehr Zeit habe. Zurück zum Thema des Reiseberichtes. In den letzten Reisebericht haben wir einen nächsten Standort in der Nähe der Škocjan Höheln gesehen. In diesem Reisebericht bleiben wir immer noch in Slowenien. Wir verschieben ein bisschen nördlich.
Etwa dreizehn Kilometer nördlich von dem Škocjan Höhlen emporragt ein Gebirge. Das Gebirge heißt Nanos (den Namen habe ich in der Landkarte gefunden). Obwohl die höchsten Bergen messen um 1200 Meter, gibt es einen riesengroßen Höhenunterschied da. Unter den Bergen bewegt sich die Höhe von 230 Meter (südlich unter dem Gebirge) bis 570 Meter (östlich unter dem Gebirge). Obwohl es einen riesengroßen Höhenunterschied da gibt, ist es nicht schwierig die Bergen zu besuchen. Die Straße führt in den Bergen aus der Straße zwischen den Dörfern Hrašče und Podgrič – die Straße ist in den guten Zustand und in der Nähe des Ortes Strmec sind wir ganz hoch, in der Höhe von 800 Meter.
Es war Anfang Frühlings da - Pulsatilla sp. hat da während meine Besuches geblüht
Im Internet können wir leicht finden, dass es im Gebirge Nanos die Standorte von Sempervivum tectorum gibt. Darum habe ich die Bergen besucht und ich habe Sempervivum tectorum da gesucht. Von dem Ort Strmec bin ich in der Richtung Südosten gegangen. Den Weg führt an den Kanten der steilen Felsen. Ich habe da Sempervivum tectorum an den mehreren Standorten gefunden und ich habe da die Rosetten beobachtet.
Einen Standort liegt in der Nähe der Kirche von Sveti Hieronim (sveti = heilig). In der Nähe der Kirche gibt es Felsen. Die schönsten Felsen liegen an den Kanten den südlichen Abhängen. Die Abhängen sind steil und oben werden die Abhängen fast nur mit den Felsen gebildet. An diesen Felsen habe ich Sempervivum tectorum var. tectorum gefunden. Der Standort liegt in der Höhe von 1050 Meter über dem Meerspiegel und das Gestein wird Kalkstein gebildet.
Sempervivum tectorum wächst da vor allem im Gras in den ‘‘Taschen‘‘ der Felsen. Obwohl der Standort ziemlich ausgedehnt ist, gibt es da kleine Menge der Rosetten. Die Rosetten bilden kleinen Gruppen, in einer Gruppe gibt es höchstens fünf Rosetten. In der Nähe wachsen dann keine oder wenige Rosetten. Wenn sie mehrere Rosetten beobachten wollen, müssen sie viele Felsen untersuchen.
Obwohl an dem Standort wenige Rosetten wachsen, waren alle Rosetten in den guten Zustand. Die Rosetten waren grün oder hellblau gefärbt. Die Färbung der Rosetten war anders als an den Standorten in der Nähe der Škocjan Höhlen. Ich habe den Standort am Anfang Frühlings besucht. Die Rosetten haben angefangen zu wachsen und einige Rosetten haben die neuen Ausläufer gebildet.
Ich freue mich auf die Antworten. Wenn sie die Bilder anschauen, müssen sie sagen, dass es kalt da war. Aber während Sommers ist es sicher heiß da.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Zaubergarten am 28.05.2014
Lieber jezour,
ich danke für den schönen Bericht und die beeindruckenden Bilder.
Was mir beim letzten Bild aufgefallen ist: die große Rosette hat eine sehr knospige Mitte. Kommt diese Rosette zum Blühen oder wirkt da S. comollii-Blut mit?
Man sieht einen kleinen Ableger, was eher gegen eine Blüte sprechen würde.
Liebe Grüße
Zaubergarten
Antwort von banker07 am 28.05.2014
Hallo lieber jezour;
danke für diesen schönen Reisebericht - eine urige und karge Landschaft, die mir gut gefällt;
es ist schon sehr erstaunlich, dass sich die Farben der Rosetten von Standort zu Standort doch so sehr unterscheiden;
halten sich diese Farbunterschiede in Kultur?
lieben Gruß
banker07
Antwort von Chromaphyto am 28.05.2014
Very interesting, Jezour. Thanks !
Antwort von jezour am 28.05.2014
Hallo,
liebe Zaubergarten,
ich stimme zu, die große Rosetten sieht seltsam aus. Ob die Rosette geblüht hat, weiß ich nicht. Vielleicht hat alles geschafft - Ausläufer und dann Blühen. Ich glaube, dass da S. comolli nicht wirkt, denn in der breiten Umgebung gibt es nur die Standorte von S. tectorum.
lieber banker07,
in der Kultur habe ich ein paar Rosetten. Sie sehen ähnlich wie die Rosetten in der Natur. Die Färbung aller Rosetten ist +/- gleich. Die Rosetten aus dem Standorten in der Nähe der Škocjan Höhlen sind in der Kultur unterschiedlich gefärbt.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 28.05.2014
Lieber jezour,
jetzt ist mir "ganz kalt und auch unheimlich an", weil da so eine dunkle Wolke über dem Berg aufzieht. Aber im Herzen ist mir ganz warm - beim Anblick der schönen Pflanzen.
Vielen Dank für diesen Bericht und die schönen Fotos. Auch die Pulsatilla ist immer wieder eine Freude.
LG
Sempernicki
Antwort von illustrator am 06.06.2014
Hope it is no problem when I reply in English, my German seems to stop in late evening ...
Anyway, the locality differences only partly explain the colour differences in Slovenian tectorum. In half-shadow under grass they are all green. In the sun there are sometimes large differences in red colouration between clones. This picture is made somewhat more westwards, closer to the Italian border, but still the same variety as the ones from Nanos. Photographed in july 2013.
Antwort von Sempernicki am 07.06.2014
Die Übersetzung in Kurzform:
illustrator zeigt tectorum-Pflanzen nicht weit weg von jezours Pflanzen und stellt heraus, dass schon allein der Schatten von Gras oder Nicht-Schatten einen Unterschied bringt. In der Sonne stehende Pflanzen zeigen auch noch Unterschiede bei den verschiedenen Klons.
LG
Sempernicki, die sich auch für den Beitrag bedankt - thanks a lot for your statement, dear illustrator
Antwort von jezour am 08.06.2014
Lieber illustrator,
ich habe bemerkt, dass die Pflanzen, die ich am Nanos gesehen habe, waren ein bisschen dunkler. Die Pflanzen aus dem Škocjan Höhlen waren ein bisschen heller. In der Kultur kann ich diese Farbenunterschiede auch beobachten, obwohl die Unterschiede sehr gering sind. Hast du es auch beobachtet?
LG,
jezour
Dear illustrator,
I noticed, that the plants I saw in Nanos mountains were a bit darker. The plants from the nearby of Škocjan caves were a bit lighter. In cultural conditions I can observe these differences in colours, but these differences are very slight. Did you also observe these differences?
Regards,
jezour
Antwort von illustrator am 08.06.2014
I have been in the Škocjan caves, but have not looked at the semps there yet. However, I know them from a whole number of other localities in the region. In my experience they are slightly different in different places, but there is usually a lot of variation between clones as well. So if you have (photographed) a single plant it is impossible to tell from where it is. In some localities there is more variation than in others, but they seem always variable, with one exeption: at a rock wall at village Kubed they look all the same.
The wall at Kubed looks at first sight very nice and natural, but when you look better it becomes suspicious: there are many irisses, but they are not the endemic Iris (pallida) illyrica, in stead they are garden irisses, Iris (barbata) germanica. This took me some time to see because irisses flower for only 2-3 weeks, and depending on the climate a bit earlier or later in different localities. Only this year I managed to be in time: at the end of flowering of these garden irisses, when the endemic species should theoretically just start. The other abnormality is that the semps grow exceptionally abundantly on half of the wall, and there are none at all on the other half. Added to this they have for Slovenian tectorum exceptionally stolons, to 20 cm and longer. All together I think that these are planted and of foreign origin, but the wall is still a sight worth seeing.
More info on this site is here:
http://sempervivum.aforumfree.com/t3774-kubed
In biology there is a theory that plants and animals near the edge of their natural distribution tend to occur in scattered and often isolated populations. Here they live in for their species extreme (climatical) conditions. Such populations can relatively quickly evolve adaptations and start to differ from the "main populations" of the same species. Independently from this, variation between individuals tends to be larger in the populations which have most individuals (where there is no natural inbreeding). This for the first time written down by noone less than Darwin.
So I would expect small populations in extreme circumstances to be most recognisably different, but also the least variable between individuals. Going by this theory, I would expect that the plants at Škocjan caves could show less individual variation than those at Nanos, where there are a whole range of localities effectively forming one large population. Also, Škocjan caves is at a rather low altitude for a semp and certainly an isolated habitat since praehistoric times (they are growing still lower and closer to the Adriatic in Italy). Only, the nicest thing about biological theories is that there is no theory without a lot of exceptions ...
For maintaing genetic variation within species these "edge populations" have a special meaning because they may contain genes which allow the individuals to adapt to extreme/different circumstances. So please be extremely carefull when considering collecting in such localities. (btw: native Sempervivum and Jovibarba are legally protected in Slovenia.)
Antwort von Sempernicki am 08.06.2014
Lieber illustrator,
na, dann hoffen wir mal, dass jezour keine Rosette am Schuh kleben geblieben ist. (Meine Meinung aber ist, dass es in so einem Fall unter echten Kennern verzeihbar ist, denn wer will die Semperviven retten, wenn nicht interessierte Leute sich um die Pflanzenbestimmung kümmern. Bis ein Ausnahmeantrag im fremden Land für die Sammlung genehmigt ist, ist es vielleicht schon zu umständlich nochmal hinzufahren, um sie für Bestimmungs- und Beobachtungszwecke zu sammeln.) Aber das weißt du, lieber illustrator auch und hast es nur pflichtgemäß angemerkt, nehme ich an. (btw: native Sempervivum and Jovibarba are legally protected in Slovenia.)
Die Übersetzung deines langen Textes mag ich jetzt nicht machen, denn ich gebe zu, dass ich mehr als eine Flasche Rotwein im Bauch habe, um heute Nacht endlich wieder schlafen zu können, weil der Tod von banker 07 das sonst vielleicht nicht zulässt.
Vielleicht hat auch jezour Lust, die Seite ins Deutsche zu übersetzen.
LG
Sempernicki