Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. montanum ssp. carpathicum from Krzyzne, Abhang
S. montanum subsp. carpathicum – Krzyzne unterhalb, Abhang
In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in dem Hohe Tatra Gebirge. Wir bleiben noch auf der polnischen Seite des Gebirges. In diesem Reisebericht verschieben ein bisschen östlich, unter den Berg Krzyzne über das Tal (= Dolina) Roztoki.

Die Aussicht ins Tal Dolina Pięciu Stawów Polskich, auf dem Bild sehen wir zwei Gletscherseen - Przedni Staw Polski (links) und Wielky Staw Polski (rechts), in der Mitte unten können wir den Wasserfall Siklawa beobachten
Fast unter dem Gipfel des Berges Krzyzne gibt es einen Sattel. Durch diesen Sattel fürht einen gelb markierten touristischen Wanderweg. Der Wanderweg fürht aus dem Berghütte Murowaniec in das Tal Dolina Pięciu Stawów Polskich. Dieser Wanderweg wird sehr benutzt, denn dieser Wanderweg ist vor allem nicht so gefährlich wie die Wanderwege in der Nähe des Berges Svinica.
Unter dem Sattel, auf dem südlich orientierten Abhang habe ich einen Naturstandort von Sempervivum montanum subsp. carpathicum gefunden. Der Standort liegt wieder in der Nähe des Wanderweges. Es gibt eine wundeschöne Aussicht auf die zwei Gletscherseen in dem Tal Dolina Pięciu Stawów Polskich.
Der Naturstandort liegt in der Höhe von 1760 Meter über dem Meerspiegel. Das Gestein wird Granit gebildet. Der Naturstandort liegt schon ein bisschen niedriger als die Naturstandorte, die ich in den letzten Reiseberichten beschrieben habe. Neben dem Naturstandort gibt es die Bestände von Bergkiefer. Die Rosetten wachsen da unter den Heidelbeersträuchern.
Trotzdem wachsen die Rosetten von Sempervivum montanum subsp. carpathicum vor allem an den Steinen, unter den Steinen und in der Nähe der Steine am Naturstandort. Es ist möglich viele Rosetten auch unter den Sträuchern der Heidelbeeren in der Nähe der Steine zu beobachten.
Es gibt eine riesengroße Menge der Rosetten am Naturstandort. Die Rosetten sind in den Gruppen gewachsen, sie haben auch die Kolonien gebildet. Viele Rosetten waren geschlossen, denn es war lange trocken. Die Rosetten, die unter den Heidelbeersträuchern gewachsen sind, waren geöffnet und auch schön grün gefärbt.
Fast alle Rosetten am Naturstandort waren in guten Zustand. Viele Rosetten haben die neuen Ausläufer gebildet. Viele Rosetten waren ziemlich groß, bis 4 cm im Durchmesser. Die Blüten habe ich am Naturstandort nicht beobachtet. Es war zu spät für die Blüten in der zweiten Hälfte Augustst. Ich habe auch keine vertrocknete Blütenstängel am Naturstandort gefunden. Niedriger blühen die Rosetten noch ein bisschen früher – am Ende Junis und am Anfang Julis. Trotzdem finde ich den Standort wunderschön.
Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Sempernicki am 20.12.2014
Hallo, lieber jezour,
da können wir ja etwas Sinnvolles für unsern Garten lernen. Wenn die Rosetten dort am Berg Krzyzne so gut unter den Heidelbeersträuchern gedeihen, dann heißt das doch, dass wir im Garten bei den Naturformen auch die halbschattigen Bereiche gut mit einbeziehen können.
Anders ist es sicher bei den Kultivaren, die durch ihre Farbintensität punkten - und zwar umso mehr, je länger sie in der prallen Sonne stehen.
Sehe ich das richtig?
Vielen Dank für den schönen Reisebericht und die eindrucksvollen Fotos!
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von jezour am 20.12.2014
Hallo liebe Sempernicki,
du siehts die Sachen richtig. Die Hauswurz können gut auch in den halbschattigen Stellen gedeihen. In dem Garten gibt es auch nicht so viel Sonnenschein, trotzdem wachsen die Pflanzen bei mir ohne Probleme.
Trotzdem überall müssen wir auch an kleine Feuchtigkeit denken, sonst macht die Feuchtigkeit ziemlich große Probleme (zum Beispiel S. octopodes, S. ciliosum, S. marmoreum var. dinaricum...).
LG,
jezour
Antwort von sachsblau am 21.12.2014
Hallo lieber jezour,
ich beneide dich um diese Reise. Das ist eine unglaublich beeindruckende Gegend und der Ausblick zu den Seen einfach wunderschön. Dass man dort auch noch Sempervivum in dieser großen Anzahl findet, macht das Ganze perfekt.
Ich habe in meiner Sammlung nur wenige Naturformen, kann aber bei vielen Sempervivum feststellen, dass sie nicht selten sogar einen halbschattigen Standort mögen, vor allen in den heißen Sommermonaten. Die Pflanzen, die in der prallen Mittagssonne stehen, sehen dann nicht mehr schön aus, rollen sich zusammen und ihre Farben verblassen. Ganz anders die Pflanzen, die während dieser Zeit im Schatten stehen.
Liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit allen Lesern hier,
sachsblau
Antwort von Sempeter am 23.12.2014
Hallo jezour !
Ich antworte ja eher selten auf deine Reiseberichte , aber ich wollte , daß du weißt , daß ich deine Berichte doch regelmäßig lese , wie wahrscheinlich viele andere auch . Ich finde es sehr schön immer mehr zu erfahren , wo und wie unsere Semps so wachsen .
Danke dafür ! Also weiter Hals und Beinbruch bei deinen Expeditionen . Wann schreibst du eigentlich dein erstes Buch ? Ich denke es wird Zeit.
Oder einfach ein tolles Bildband ? Film ?
Viele Grüße von der Ostsee
Sempeter ( der geographisch leider benachteiligt ist - aus Bergsicht )