Reisebericht: Izvidnica, östl. Abhang 1

Gespeichert von jezour am So., 16.08.2015 - 13:10

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. marmoreum ssp. marmoreum (assimile) cf. from Izvidnica, östl. Abhang

S. marmoreum var. ?? – Izvidnica, O Abhang

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in Mazedonien. Wir verlassen das Gebirge Stogovo planina und verschieben in das Gebirge Baba planina. Das Gebirge Baba planina liegt am südwestlichen Rand der Republik von Mazedonien und emporragt gleich südwestlich über der Stadt Bitola.

Das Gebirge wird vor allem durch Granit gebildet (! Unterschied – Galičica ist vor allem durch Kalkstein gebildet) und viele interessante Pflanzen kommen im Gebirge Baba planina vor. Der höchste Berg des Gebirges heißt Pelister und misst 2601 Meter. Der Berg Pelister befindet sich in dem nördlichen Teil des Gebirges, nahe der Stadt Bitola.

Ich habe den nordöstlichen Teil des Gebirges besucht. Das Gebirge ist nämlich aus Nordem am besten zugänglich, denn ziemlich hoch führen die Straßen, z. B. zu dem Hotel Molika, oder in das Tal, in dem das Dorf Nizhepole liegt. Ich habe mich für das Hotel Molika entschieden, denn es ist ein optimaler Punk für den Anfang der Touren.Über dem Hotel Molika gibt es den Berg Izvidnica. An den östlichen Abhängen des Berges fürht einen markierten Weg in Richtung Pelister (oder Jorgov kamen). Über dem Weg habe ich einen Naturstandort von Sempervivum marmoreum gefunden. Der Naturstandort befindet sich an den Steilen felsigen Abhängen und liegt in der Höhe von 1660 Meter über dem Meerspiegel. Das Gestein wird Granit gebildet.

Die Rosetten von Sempervivum marmoreum wachsen da an den steilen Felsen, an den großen Steinen, in der Nähe der großen Steine oder in den Felsspalten. Am Naturstandort habe ich eine riesengroße Menge der Rosetten beobachtet. Es ist nötig zu schreiben, dass alle Rosetten in den guten Zustand waren.

Viele Rosetten haben die neuen Ausläufer gebildet. Ziemlich viele Rosetten hatten die Blüten. Während meines Besuchen wurden die ersten Blüten geöffnet. Die Blüten haben interessant ausgesehen. Die Blüten hatten meistens von 14 bis 17 Kronblätter. Die Kronblätter hatten keine weißen Streifen an den Rändern, die Streifen an den Rändern der Kronblätter waren rosa oder hell rosa gefärbt. In der Mitte der Kronblätter war einen dunkel rosa Streifen.

Die Rosettenblätter waren vor allem grünblau gefärbt. Einige Rosetten hatten die äußere Rosettenblätter noch lila gefärbt und viele Rosetten hatten die Spitzen der Rosettenblätter auch lila gefärbt. Ich muss schreiben, dass die Rosettenblätter aller Rosetten dicht kurzbehaart waren. Ich habe keine Rosette mit den kahlen Rosettenblättern gefunden.

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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Comments

Sempernicki

So., 21.11.2021 - 18:15

Hallo, lieber jezour,

wenn du in der Vergangenheit von S. marmoreum mit Behaarung und vielen Blütenblättern gesprochen hast, hast du überlegt, ob es assimile sein könnte. Auch die blaugrüne Blattfarbe würde doch dafür sprechen. Warum hast du Zweifel? Hast du andere Ideen?

Die Rosettenfarbe und die Behaarung machen die Pflanze speziell. Du hast sehr schöne Exemplare gefunden.

Danke für den Reisebericht und die schönen Bilder!

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

So., 21.11.2021 - 18:16

Hallo, liebe Sempernicki,

du hast Recht, die Pflanzen ist es möglich mit dem Namen "assimile" zu bezeichnen. Der Name "assimile" wurde für die behaarten Pflanzen aus Rumänien geschafft, aber es ist möglich für alle behaarten S. marmoreum diesen Namen zu benutzen (meiner Meinung nach, wenn es diese Möglichkeit gibt).
Ich denke noch über einer Wirklichkeit nach. Sempervivum marmoreum hat Grisebach beschrieben nach den Pflanzen aus dem Berg Athos. D. R. Letz schreibt in seiner Dissertation, dass am Berg Athos die Pflanzen mit den behaarten und auch mit den kahlen Rosettenblättern wachsen. Er schreibt auch, dass Grisebacht hat dieses Ding gewusst, trotzdem erwähnt er in der Beschreibung nur die kahle Rosettenblättern.
Leider gibt es keine Erforschungen, ob es diese Pflanzen genetisch gleich wie S. marmoreum mit den kahlen Rosettenblättern ist oder ob es um eine gefestigte Abweichung handelt.

Ich muss auch erwähnen, dass die Behaarung ziemlich variabel ist. Z. B. im Gebirge Prokletije hatten die Rosetten nicht so dichte aber lange Behaarung, die Rosetten an diesem Naturstandort haben sehr dichte und kurze Behaarung, die Rosetten aus Rumänien hatten dichte und mittellange Behaarung. Aber immer sind die Rosettenblätter nur behaart, nie drüsig behaart.

Und die Rosetten sehen dank der Behaarung so grünblau oder silbergrün aus.

LG,
jezour

Titelbild
Reisebericht: Izvidnica, östl. Abhang 1