Reisebericht: Makovište 2

Gespeichert von jezour am Mo., 15.08.2016 - 20:26

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. hirtum (preissianum) from Makovište

Jovibarba hirta var. preissiana – Makovište

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in dem Gebirge Vtáčnik. Das Gebirge befindet sich etwa in der Mitte der Slowakei. Nordwestlich von dem Gebirge liegt die Stadt Prievidza, an der anderer Seite des Gebirges gibt es die Stadt Handlová. Der höchste Berg des Gebirges heißt auch Vtáčnik und misst 1346 Meter.
In diesem Reisebericht bleiben wir auch an dem gleichen Naturstandort wie in meinem letzten Reisebericht – am Naturstandort Makovište. Makovište ist ein Hügel über dem Tal Gepňárova dolina, dessen südlichen Abhänge durch die Felsen gebildet werden. Oben auf den obigen Rändern der Felsen habe ich einen Naturstandort von Hauswurz gefunden. Dieser Naturstandort liegt in der Höhe von 625 Meter über dem Meerspiegel und das Gestein wird Andesit gebildet.
Über Sempervivum montanum ssp. heterophyllum habe ich schon geschrieben. An dem Naturstandort wachsen auch andere Pflanzen – interessante Pflanzen von Jovibarba hirta var. preissiana. Die Rosetten von Jovibarba hirta var. preissiana wachsen auch im Schatten des Waldes am Naturstandort, die Rosetten besiedeln vor allem die Felsspalten, die Lücken zwischen den Steinen und die Ränder der Steine.
Am Naturstandort habe ich ziemlich viele Rosetten beobachtet. Alle Rosetten waren in guten Zustand – die Rosettenblätter waren frisch grün gefärbt, die Spitzen wurden lila-rot gefärbt. Viele Rosetten haben die neuen Ausläufer gebildet, die Blüten habe ich nicht beobachtet es war zu früh am Ende Aprils. Einige Rosette waren auch ziemlich groß – sie haben etwa 4 cm im Durchmesser.
Ich habe schon geschrieben, dass die Rosetten an vielen Naturstandorten im Gebirge Vtáčnik die Merkmale von var. hirta und auch var. preissiana zeigen. Die Rosetten an diesem Naturstandort sind keine Ausnahme. Die Rosetten haben sehr enge Rosettenblätter mit langen engen Spitzen. Dieses Merkmal zeigt auf var. preissiana. Aber. An den Kanten der Rosettenblätter können wir viele Wimper beobachten, die Wimper liegen nah nebeneinander, das ist ein Merkmal von var. hirta. Nur bei wenigen Rosetten habe ich das typische Merkmal für var. preissiana beobachtet – Wimper, Lücke, Wimper und so weiter. An den Flächen der Rosettenblätter einiger Rosette habe ich nämlcih die Haare beobachtet – das zeigt auch auf var. hirta. Trotzdem habe ich mich für var. preissiana entschieden – der Aufbau der Rosettenblätter, das Aussehen der Rosetten spielen eine größere und wichtigere Rolle meiner Meinung nach. Was meinen sie?

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

 

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Comments

Sempernicki

Mi., 17.11.2021 - 09:42

Hallo, lieber jezour,

die Pflanzen sind ja interessant, da sie die Eigenschaften zweier Varietäten aufweisen. So etwas nennt man wohl auch Übergangsmorphotyp. Den Ausdruck habe ich gerade im unten erwähnten Heft gefunden.
Ich habe mir die Beschreibungen zu Jovibarba in kaktusy XXXXIII, ISSN 0862-4372, ab S. 21 (von Hadrava und Miklanek) nochmal durchgelesen.
Um eine Entscheidung für einen Namen zu finden, hätte ich es so gemacht wie du. In dem genannten Heft wird ja die spitze Blattform als charakteristisch bezeichnet.

Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung der Pflanzen und die schönen Bilder!

Liebe Grüße

Sempernicki

Titelbild
Reisebericht: Makovište 2