Reisebericht: Malý Grič 1

Gespeichert von jezour am Di., 13.09.2016 - 22:19

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. hirtum (preissianum) from Malý Grič

Jovibarba hirta var. preissiana - Malý Grič

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in dem Gebirge Vtáčnik. Wir bleiben auch bei dem Thema Jovibarba hirta. In diesem Reisebericht möchte ich nämlich einen nächsten Naturstandort interessanten Pflanzen von Jovibarba hirta var. preissiana vorstellen.
In diesem Reisebericht besuchen wir den nördlichen Teil des Gebirges Vtáčnik. Der nördliche Teil des Gebirges dehnt sich zwischen zwei Städte aus – Prievidza in Westen und Handlová in Osten. Gerade über die Stadt Handlová emporragen zwei ehemalige Vulkane. Diese zwei Vulkane heißen Veĺký Grič und Malý Grič. In diesem Reisebericht stelle ich einen Naturstandort von Jovibarba hirta var. preissiana aus dem Berg Malý Grič vor.
Der Berg Malý Grič misst 876 Meter und liegt etwa 1,5 Kilometer westlich von der Stadt Handlová. Man kann sagen, dass der Gipfel des Berges gerade über der Stadt emporragt. Die östlichen, südöstlichen und nordlichen Abhänge des Berges sind felsig, die östlichen Abhänge werden sogar durch eine steile Felswand gebildet. Andere Abhänge des Berges sind steil aber nicht so felsig und werden durch den Wald bewachsen. Oben am Gipfel gibt es eine Ebene. Auf diese Ebene wachsen nur einige Sträucher, in der Nähe der Kanten von Felsen wachsen keine Sträucher mehr. Da – unter den ersten Sträuchern, an den Kanten der Felsen und teilweise auch in den Felsspalten ganz oben wachsen viele Rosetten von Jovibarba hirta var. preissiana. Ich habe da eine ziemlich große Menge der Rosetten beobachtet. Das Gestein wird basaltischer Andesit gebildet und der Naturstandort liegt in der Höhe von 875 Meter.
Alle Rosetten am Naturstandort waren in guten Zustand während meines Besuches, einige Rosetten haben die neuen Ausläufer gebildet. Für die Blüte war es zu früh am Ende Aprils. Die Rosetten wurden grünblau gefärbt, einige Rosetten haben die Spitzen der Rosettenblätter lila gefärbt – es handelt um die Rosetten, die in der Sonne gewachsen sind.
Auch an diesem Naturstandot haben die Rosetten die Merkmale von var. hirta und auch var. preissiana gezeigt. Einige Rosetten hatten sogar alle Merkmale von var. preissiana, trotzdem die meisten Rosetten hatten die Merkmale beider Varietäten. Die Rosetten, die einige Merkmale von var. hirta gezeigt haben, hatten breitere und längere Rosettenblätter, aber immer langen und engen Spitzen der Rosettenblätter. An den Kanten der Rosettenblätter gibt es bei diesen Rosetten mehrere Wimper, aber nicht so viele wie bei var. hirta. Ich muss schreiben, dass alle Rosetten die Flächen der Rosettenblätter kahl hatten. Die Merkmale von var. preissiana überwiegen, darum habe ich mich für den Namen Jovibarba hirta var. preissiana entschieden.

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mi., 17.11.2021 - 09:22

Hallo, lieber jezour,

es scheint so, dass alle Standorte in der Gegend diese schwer zu bestimmenden Rosetten zeigen? Aber wie auch beim vorigen Standort Makovište sehen die Rosetten ausgesprochen gut aus. Wie viele Jahrhunderte mögen sie sich dort schon wohl fühlen!

Ich freu mich, dass du immer so schöne Standorte aufsuchst. Hauptsache, es gibt immer einen ungefährlichen Weg die Felsen hinauf.

Vielen Dank für die schönen Bilder und den ausführlichen Bericht!

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

Mi., 17.11.2021 - 09:22

Hallo, liebe Sempernicki,

ja, an fast allen Naturstandorten wachsen da solche Rosetten mit den Merkmalen von beiden Varietäten (var. hirta und var. preissiana). Es gibt eine Erklärung dazu. Von Süden spielt eine wichtige Rolle Pannonische Ebene. Das warme Klima der Ebene beeinflusst die Flora von Westkarpaten. Von Süden verbreitet sich die Flora, die Wärme benötigt, von Norden verbreitet sich die Flora, die in den kälteren Bedingungen wächst. Gerade in den Westkarpaten treffen diese zwei Elemente zusammen.

LG,
jezour

Titelbild
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