Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Branišovský vrch
Jovibarba globifera var. globifera - Branišovský vrch
Zuerst möchte ich ein Bild veröffentlichen:

Der südliche Abhang von Branišovský vrch
Obwohl das Bild ungewöhnlich aussieht, handelt es wirklich um eine Lokalität von Jovibarba globifera var. globifera. Diese Lokalität befindet sich auf dem südlichen Abhang von Branišovský vrch (vrch = Hüge) über dem Dorf Branišov. Die Lokalität liegt in der Höhe 665 m über dem Meerspiegel.
Es handelt um eine hoch interessante Lokalität, die ich besucht habe. Die Lokalität ist sehr alt. František Maloch erwähnt diese Lokalität in dem Buch “Květena v Plzeňsku“ schon im Jahre 1913. Die Lokalität war sehr lange vergessen. Von der Zeit von František Maloch hat kein Botaniker diese Lokalität gesehen und besucht. Ich habe die Lokalität im Herbst 2010 wieder entdeckt.
Die Lokalität ist nicht so groß. Sie befindet sich auf dem Abhang des Hügels. Auf der Lokalität gibt es keine Felsen, dort gibt es nur viele Steine. Das Gestein bildet Trachyt. Obwohl die Fläche der Lokalität nicht so groß ist, wachsen auf der Lokalität wirklich viele Pflanzen. Ich glaube, dass es um tausende Rosetten schreiben kann.
Die Rosetten sehen gut aus. Sie bilden Gruppen und Kolonien. Sie wachsen unter den Steinen und auf den Steinen. Während des Jahres bilden die Rosetten viele Ausläufer. Obwohl ich diese Lokalität oft beobachte, habe ich hier nur eine blühende Rosette gesehen.
Diese Lokalität hat mich sehr überrascht. Ich empfehle Ihnen diese Lokalität zu besuchen. Es lohnt sich, oder? Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von banker07 am 01.06.2012
Hallo jezour;
diese Lokalität hat mich wirklich überrascht - ich hatte beim ersten Bild wirklich nicht auf einen Semps-Standort getippt;
mich wundert, dass die umliegenden Sträucher und das Gras die Kolonien noch nicht überwuchert hat;
man sieht rund um diese Lokalität sehr hohes Gras; hast du eine Erklärung, warum dieses nicht längst über die Kolonie gewachsen ist?
lG banker07
Antwort von Zaubergarten am 02.06.2012
Hallo lieber jezour,
vielen Dank für den neuen Reisebericht.
Auf Anhieb würde ich so einen Platz nicht als Sempsstandort sehen.
Es sind wohl die Felsen, die diesen Ort sempsfreundlich und grasfeindlich machen?
Lieben Gruß
Zaubergarten
Antwort von Sempernicki am 02.06.2012
Hallo, lieber jezour,
auch ich möchte mich herzlich für den neuen Reisebericht bedanken.
Schön, dass der alte Standort noch bis heute erhalten geblieben ist.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von jezour am 02.06.2012
Hallo,
diese Lokalität zeigt uns, dass die Pflanzen der Gattungen Jovibarba und Sempervivum nicht nur auf den Felsen wachsen.
Es gibt keine Felsen auf diesem Abhang. Es sind wirklich nur die Steine, die die Lokalität grasfeindlich machen. In der Umgebung von Branišov gibt es viele solche Plätze. Sie sehen immer gleich aus. Steine gucken aus der Erde und auf den Plätzen wachsen die Pflanzen, die die Trockenheit lieben. Aber nur auf zwei Plätzen wächst Jovibarba globifera var. globifera.
Ich habe noch ein Bild der Lokalität - ich hoffe, dass wir jetzt die Steine besser sehen können.
In der Umgebung gibt es mehrere Lokalität, die mich überrascht haben. Zum Beispeil die Pflanzen in dem Steinbruch Na Holé, oder Jovibarba globifera im Wald (darüber habe noch nicht geschrieben).
LG,
jezour
Antwort von Zaubergarten am 04.06.2012
Hallo lieber jezour,
du schreibst, nur an zwei Orten wachsen Semps. Du hast wahrscheinlich schon viele solcher Plätze nach Sempervivum abgesucht, oder?
Ich freu mich schon auf den Steinbruch und auf den Wald.
Ja, unsere Lieblinge wachsen auch dort, wo man sie gar nicht vermuten würde. Hätte ich es nicht selbst gesehen, würde ich es nicht glauben.
Wenn ich dazu komme, sortiere ich die Bilder zusammen und schreibe einen Bericht über S. arachnoideum und S. tectorum im Walde.
Liebe Grüße aus dem Süden
Zaubergarten
Antwort von jezour am 04.06.2012
Hallo Zaubergarten,
Maloch nennt diese Plätze "ein trocken Boden" (Tschechisch = suchopar). Es gibt mehrere solche Plätze in der Umgebung von Branišov. Aber nur auf zwei Plätzen wächst Jovibarba globifera. Der Grund ist leicht - Gestein. Ich habe fast alle diese Plätze untersucht.
Über J. globifera in Steinbruch Na Holé habe ich schon geschrieben. Und Jovibarba globifera im Wald? Würde jemand eine Lokalität von Jovibarba globifera in der Mitte des Waldes erwarten?
LG,
jezour