Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Kozinec
Jovibarba globifera - Kozinec
Wir bleiben in Tschechien. Aus Mähren haben wir uns nach Westböhmen verschoben. Auf dem Bild, das ich in der Umfrage gezeigt habe, gibt es zwei Täler. Beide Täler sind tief, obwohl unten nur Bäche fließen. In der Nähe von Šipín treffen beide Täler, es gibt einen Zusammenfluß der zwei Bäche unter Šipín.
Der Zusammenfluß der zwei Bäche - Úterský Bach und Bach Hadovka, der Zusammenfluß befindet sich gleich unter Šipín
Es gibt eine große Menge der Felsen in den beiden Tälern. Einige Felsen sind klein und befinden sich nur an einem kleinen Teil der Abhang. Nächste Felsen liegen an den Kanten des Tales. Es gibt nur ein paar großer Felsen, die an dem ganzen Abhang des Tales emporragen. Über einem großen Felsen liegt das kleine Dorf Šipín.
An den Abhängen beider Täler gibt es zahlreiche Felsen, viele Felsen gibt es an den Kanten der Täler, wieder ohne Jovibarba globifera
Obwohl sich so viele Felsen in den Tälern in der Umgebung von Šipín befinden, wachsen da keine Jovibarbas. Es handelt um Standorte Nummer 1, 2 und 3 in dem Rätsel. Warum? Die meisten Standorte sind nach Süden orientiert. Die Erklärung können wir bei Gestein finden. Alle diese Felsen werden Phyllit gebildet. Jovibarba globifera weicht da Phyllit aus.
Es gibt auch ein paar Hügel in der Umgebung von Šipín. Wenn sie gut das Bild anschauen, stellen sie fest, dass die Hügel bewaldet sind. In einem Fall gilt es nicht. Nordöstlich von Šipín emporragt der Hügel Kozinec. An der Spitze des Hügel wachsen Bäume, der südliche Teil des Hügels wird Felsen gebildet.
Überall in der Umgebung des Hügel gibt es den Wald. Die Spitze des Hügels befindet sich in der Höhe der Spitzen der Bäume. Der südliche Teil des Hügels bilden Steine, Felsen und Wände. Es gibt keine Bäume an dem südlichen Teil des Hügels. An diesem südlichen Teil wächst eine riesengroße Menge der Pflanzen von Jovibarba globifera.
Warum wachsen die Pflanzen da? Warum wachsen sie nicht an den Felsen und Abhängen der Täler? Der Hügel Kozinec wird Basalt gebildet. Basalt bildet nur den Hügel Kozinec, in der Umgebung des Hügel gibt es wieder Phyllit. Ich finde es sehr interessant. Wer würde Hauswurz in Tschechien in dem Wald suchen?
Der Standort am Hügel Kozinec liegt in der Höhe von 528 Meter über dem Meerspiegel. Es gibt eine riesengroße Menge der Pflanzen da. Sie wachsen in den Lücken zwischen den Steinen, an den Felsen und an den Felswänden, unter den Steinen und auch in den Felsspalten.
Ich beobachte den Standort zwei Jahre. Es ist möglich die Rosetten aller Größen da zu finden. Die Rosetten bilden viele Ausläufer. Obwohl es eine riesengroße Menge der Rosetten an dem Standort gibt, habe ich leider keine Blüten da gesehen und gefunden. Ich muss der Standort auch irgendwann während Augusts besuchen, vielleich finde ich etwas. Bis jetzt habe ich der Standort nur während des Frühlings besucht.
Wie habe ich diesen Standort gefunden? In einem Buch habe ich eine Erwähnung gelesen. In deisem Buch war eine Aufnahme des südlichen Abhang des Hügels – mit Jovibarba globifera! Dank dieser Erwähnung habe ich noch einen Standort in dem Tal des Úterský Bach gefunden.
Vielleicht gibt es noch mehrere Standorte in der Umgebung. Ich habe gar nicht alle Felsen untersucht. Ich freue mich auf die Antworten und wünsche Euch frohe Weihnachten!
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Sempernicki am 24.12.2012
Hallo, lieber jezour,
wer würde Jovibarbas im Wald suchen? Natürlich du! - wenn du einen Tipp aus einem Buch hast.
Die Stelle ist ja wunderschön, auch die anderen dort, wo keine Jovis wachsen.
Sag mal, kannst du die Jovibarba globifera nicht genauer bestimmen? Ich hatte mich beim Lexikoneintrag schon vertan und ssp. globiferum hinzugeschrieben, weil ich das von Tschechien so gewohnt war. Vielleicht brauchst du ja doch noch die Blüten zum Bestimmen?
Da hoffe ich auf Erfolg!!!
Auch das Gestein finde ich interessant in der Gegend. Die Jovis sind ja direkt wählerisch.
Ganz herzlichen Dank für den Bericht und die vielen Fotos
und noch ein schönes Weihnachtsfest von dieser Stelle
.
LG
Sempernicki
Antwort von Zaubergarten am 25.12.2012
Lieber jezour,
ich danke dir vielmals für das wunderbare Weihnachtsrätsel.
Du hast uns wieder einen tollen Semps-Standort mit sehr schönen Bildern gezeigt.
Das Bild mit den vielen Rosetten an der Felskante, gefällt mir dabei besonders gut.
Wenn ich mir vorstelle, vielleicht auch einmal so eine Kolonie zu finden....
Besonders beachtenswert finde ich die Geschichte mit den verschiedenen Gesteinsarten.
Ich habe mal gegoogelt und über Phyllit gelesen: "zeichnet sich Phyllit durch die Abwesenheit von ursprünglichen Tonmineralen aus."
Vielleicht sind es grad diese Tonminerale, die den Semps fehlen?
Kennst du Sempsstandorte, wo die Rosetten auf Phyllit wachsen? Haben wir bereits Beschreibungen von Naturstandorten mit Phyllit als Untergrund?
Du hast uns eine sehr interessante Rätselauflösung geschrieben, vielen lieben Dank dafür.
Liebe Grüße aus Bayern
Zaubergarten
Antwort von Cattleya am 25.12.2012
Hallo jezour,
vielen Dank für die tollen Naturaufnahmen, dein Beitrag gefällt mir sehr gut.
Hier im Taunus kann ich nur davon träumen Semps in der Natur zu finden.
Ich wünsche dir noch schöne Weihnachtstage und ein glückliches und gesundes Neues Jahr.
Viele Grüße aus dem milden Taunus bei 9°,
Cattleya :8d
Antwort von jezour am 25.12.2012
Hallo,
Zaubergarten,
ich kenne zwei Standorte, wo Jovibarba globifera auf Phyllit wächst. Bei einem Fall bin ich nicht sicher, ob Jovibarba globifera da ursprünglich ist.
Die Frage mit den Tonmineral kann ich nicht beantworten. Wahrscheinlich spielt die Zusammensetzung des Gesteins eine Rolle. Es gilt für alle Gesteinarten, vielleicht. Ein Beispiel - in Tschechien gibt es ein Gebirge. Das Gebirge heißt České středohoří. Es gibt viele felsige Hügel da. Trotzdem gibt es fast keine Standorte von Jovibarba globifera. Das Gestein da wird Basalt gebildet. Im Gegenteil in Westböhmen wächst Jovibarba globifera häufig auf Basalt.
Sempernicki,
diese Pflanzen gehören zu subsp. globifera. Trotzdem ist meine Antwort auf die Frage ein bisschen länger. Warum habe ich "subsp. globifera" in die Überschrift nicht geschrieben?
Ich habe vor einer längeren Zeit einem dem Botanikern geschprochen. Ich habe ich nach der Definition der Unterart gefragt. Ich habe erfahren:
Die Unterart sollte geographisch begrenzt sein. Das meint, dass es keine Hybriden gibt. Zwie Unterarte der gleichen Art sollten an einem Standort nicht wachsen.
Es gilt bei den Arten der Gattung Jovibarba nicht. Darum begreife ich die Pflanzen Jovibarba globifera, Jovibarba hirta, Jovibarba arenaria und Jovibarba allionii wie selbstständige Arten.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 25.12.2012
Lieber jezour,
vielen Dank für die Antwort.
Damit der Lexikoneintrag den bisherigen entspricht, habe ich den Eintrag wieder auf S. globiferum ssp. globiferum from Kozinec umgestellt.
Liebe Grüße
Sempernicki