Reisebericht: Čerňovice (südöstl.)

Gespeichert von jezour am Fr., 28.12.2012 - 12:27

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Čerňovice (südöstl.)

Jovibarba globifera - Čerňovice, südöstlich

Das Thema Jovibarba globifera finde ich interessant. Ich habe entschieden, dass ich in diesem Beitrag bei dem Thema bleibe. Der Standort, den ich in diesem Reisebericht zeigen möchte, liegt nicht so weit von Kozinec. Der Standort befindet sich wieder in Westböhmen.

Der Standort liegt an der Kante des Tales des Flusses Mže (auf Deutsch Mies) südöstlich von dem Dorf Čerňovice. Das Tal war da tief. Zwischen den Jahre 1959 und 1964 wurde in diesem Tal der Stausee gebaut. Der Damm liegt bei dem Dorf Hracholusky. Obwohl die Felsen südöstlich von Čerňovice immer groß sind, können wir sie nicht in den ganzen Höhe beobachten.

Die Rosetten von Jovibarba globifera wachsen an der Kante des Tales. Sie wachsen über die Felsen, im Kieferwald. Ich habe keine Rosetten an den Felsen gefunden. Das Gestein wurde Phyllit gebildet. Der Standort liegt in der Höhe von 382 m über dem Meerspiegel.

Es gibt eine riesengroße Menge der Rosetten von Jovibarba globifera an dem Standort. Es ist möglich die Rosetten aller Größen da zu finden. Viele Rosetten bilden Gruppen oder Kolonien. Einige Kolonien sind größer als 1 Quadratmeter. Die Blüten habe ich an dem Standort nicht gefunden.

Der Standort hängt vielleicht mit dem Stausee zusammen. An den Ufern des Stausees wurden viele Hütten gebaut. Die Leute bauen einige Pflanzen bei der Hütten an. Nach dem Besuch des Standortes habe ich eine Frage. Was war früher – Hauswurz oder die Hütten? Es ist schwer die Antwort zu finden. Die ehemaligen Besitzer der Hütten sind jetzt sehr alt und besitzen die Hütten nicht mehr. Die heutigen Besitzen wissen die Antwort nicht.

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Sa., 18.12.2021 - 10:07

Moin lieber jezour;

ein sehr interessanter Beitrag!

da merkt man mal, wei schwer es heute ist, originäre Natur-Standorte und Kultur-Standorte zu unterscheiden;

wir Menschen haben einfach schon zu viel in der Natur rumgepfuscht...

aber wenigstens sind es natürlich vorkommende Spezies und keine offensichtlichen Kultivare;

danke für diesen Reisebericht!

lG banker07

Sempernicki

Sa., 18.12.2021 - 10:07

Hallo, lieber jezour,

es scheint ja wirklich so zu sein, dass die Rosetten nicht gerne an Phyllitfelsen wachsen - wie im Bericht über Kozinec schon vermutet wurde. Aber die Mineralien aus dem Gestein, die im Boden sind, scheinen nicht zu stören.

Die Rosetten haben eine schöne frische Farbe. Schade, dass wir nicht erfahren, ob die Hüttenbauer die Pflanzen mitgebracht haben.

Vielen Dank für den interessanten Bericht.

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

Sa., 18.12.2021 - 10:09

Für die besseren Vorstellung zeige ich noch ein Bild. Die Landschaft wurde auch in der Vegengenheit mappiert. Das Bild kommt aus dem Jahre 1956 und zeigt die Landschaft vor dem Aufbau des Stausees.
Auf dem Bild sehen wir die ganzen Felsen. An den Örtern der kleinen Nummer stehen jetzt die Hütten. Die roten Linien stellen den Standort vor. Der rote Punkt stellt dem Ort vor, wo ich die erste Aufnahme gemacht habe. Der Pfeil zeigt die Richtung, wohin ich während des Fotografierens geschaut habe.
Unten sehen sie die Aufschrift "Dolany u Stříbra." Dolany u Stříbra war ein Dorf. Dank des Aufbaus des Stausees gibt es das Dorf nicht mehr. Die Aufschrift meint, dass dieses Teil der Landschaft zu dem Dorf Dolany u Stříbra gehört hat.

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LG,
jezour

 

Sempernicki

Sa., 18.12.2021 - 10:09

Danke, lieber jezour,

jetzt kann man sich die Landschaft besser vorstellen.

Wenn es überall an der roten Linie Jovibarbas gibt, dann sind sie doch wahrscheinlich natürlich, denke ich. Oder es hat vor langer Zeit jemand allen Hüttenbesitzern Rosetten geschenkt.

Liebe Grüße
Sempernicki

Sempernicki

Sa., 18.12.2021 - 10:11

Hallo,

ich muss noch ein paar Informationen ergänzen.
Viele Leute bauen Sempervivum tectorum oder Jovibarba globifera in den Gärten in Tschechien an. Ein paar Rosetten von Sempervivum tectorum habe ich unter einigen Hütten auch gefunden. Es hat um 3 Hütten gehandelt.
Es ist klar, dass Jovibarba globifera da länger wächst. So große Kolonien wachsen sehr lange, sicher mehr als 40 oder 50 Jahre, vielleicht auch länger.
Die Rosetten von Jovibarba globifera wachsen immer in der Nähe der Hütten (unter den Hütten). An dem Abhang, wo keine Hütten gibt (der Abhang über der Biegung des Flusses), gibt es auch keine Jovibarbas. Die Bedingungen sind da gleich.

LG,
jezour

Titelbild
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