Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Lipovec, Velká Dohoda
Jovibarba globifera - Lipovec, Velká Dohoda
In diesem Reisebericht bleiben wir bei dem Thema Jovibarba globifera. Wir verlegen aus Böhmen nach Mähren. Nicht weit von Brno gibt es ein Karstgebiet, nördlich von Brno dehnt Mährischer Karst aus. Das Karstgebiet ist typisch dank der tiefen und engen Täler und dank der zahlreichen Höhlen.
Ich habe schon einige Hauswurz aus Märischen Karst gezeigt. Erinnern sie an die interessanten gelb-rot gefärbten Rosetten aus den Standorten Pindulka und Beran a Rorejsi? In dem Karstgebiet wächst auch Jovibarba globifera. Die Pflanzen sind typisch und die Bestimmung bringt keine Probleme.
Der Standort liegt unter dem Dorf Lipovec. Fast neben dem Standort liegt einen alten Steinbruch und es war ein Kalkofen da. Der Standort liegt in der Nähe der touristischen Wegegabelung und befindet sich am Rande des Waldes. An dem Standort gibt es nur ein paar kleinen Felsen und Steine, trotzdem wachsen da ziemlich viele Pflanzen.
Das Gestein wird Kalkstein gebildet und der Standort liegt in der Höhe von 477 Meter über dem Meerspiegel. Es gibt eine ziemlich große Menge der Rosetten am Standort. Zwei Rosetten haben in der Zeit meines Besuches auch geblüht. Alle Rosetten waren dunkel grün gefärbt, denn der Standort am Rande des Waldes liegt und es gibt nicht so viel Licht da.
Jetzt verrate ich, dass der Standort nur 2,8 Kilometer von dem Standort Pindulka liegt und trotzdem wachsen hier unter Lipovec klare Rosetten von Jovibarba globifera. Warum? Es läuft eine Grenze zwischen Jovibarba globifera und Jovibarba hirta durch den Mährischen Karst durch. Interessant, oder?
Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Sempernicki am 10.08.2013
Hallo, lieber jezour,
das ist interessant, dass da eine Grenze besteht - nicht mit Stacheldraht, sondern nur sichtbar für die kleinen Jovis.
Spricht das jetzt für deine Theorie, dass ...hirta und ...globifera keine Unterarten, sondern Arten sind?
Vielen Dank für den interessanten Bericht. Man kann nicht denken: Ach, schon wieder diese kleinen grünen Dinger!
Da gibt es ja viel drüber nachzudenken.
Deine Pflanzen sehen schon allein durch die große Menge imposant aus.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von banker07 am 11.08.2013
Moin liebe jezour;
ich finde das auch sehr spannend;
wie kommt es, dass so nah beieinander diese beiden Unterarten vorkommen - aber die jeweils andere nicht;
kann man eigentlich globifera und hirta kreuzen? mit fällt spontan kein Kultivar ein, der aus diesen beiden entstanden ist;
lG banker07
Antwort von jezour am 11.08.2013
Hallo,
liebe Sempernicki,
es ist wahr, dass dieser Standort für meine Theorie spricht. Der Standort Pindulka (Jovibarba hirta) liegt sogar an der Grenze mit nächsten Standort - Balcarka (Jovibarba globifera). Diese zwei Standorte sind nur 130 Meter entfernt. Trotzdem wachsen da unterschiedliche Pflanzen. Der Standort Balcarka möchte ich bald zeigen.
lieber banker07,
ich glaube, dass es globifera und hirta kreuzen kann. Aber niemand hat es gemacht.
LG,
jezour
Antwort von Zaubergarten am 14.08.2013
Hallo lieber jezour,
erst mal vielen Dank für den interessanten Beitrag.
Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass es sich auch in halbschattigen Bereichen lohnt, nach Semps zu suchen.
Zu den beiden Standorten würde mich interessieren, ob da vielleicht das Gestein wechselt?
Hier Kalkstein und 130 Meter weiter Urgestein?
Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Bericht.
Liebe Grüße
Zaubergarten
Antwort von jezour am 14.08.2013
Hallo, liebe Zaubergarten,
in diesem Gebiet wechselt das Gestein nicht, hier gibt es nur Kalkstein.
LG,
jezour
Antwort von jezour am 16.08.2013
Hallo,
endlich war ich in dem Garten. Ich habe da auch ein Bild der Pflanzen aus Mährischen Karst - Lipovec, Velká Dohoda gemacht:
Jovibarba globifera - CZ, Moravský kras, Lipovec - Velká Dohoda
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 17.08.2013
Hallo, lieber jezour,
vielen Dank für das Foto.
Die Pflanzen haben im Garten eine schöne Farbe und sehen kräftig aus.
Liebe Grüße
Sempernicki