Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. hirtum (hirtum) from Ceahlau
Jovibarba hirta var. hirta - Ceahlau
In diesem Beitrag stelle ich nächste Lokalität von Jovibarba hirta var. hirta vor. Ich habe schon geschrieben, dass Jovibarba hirta var. hirta auf dem riesengroßen Gebiet wächst. Es ist wirklich wahr. In diesem Beitrag stelle ich eine Lokalität aus Ost-Rumänien vor.
Die Lokalität befindet sich im Gebirge Ceahlau. Das Gebirge befindet sich in Ost-Rumänien, nicht weit von Piatra-Neamt, westlich von Bicaz. Unter den Bergen befidet sich das Dorf, das auch Ceahlau heißt. Das Gebirge ist nicht so groß, trozdem ist ziemlich hoch – der höchste Berg misst etwa 1950 m.
Der Sattel Curmatura Picorului Schiop – den Naturstandort finden sie auf diesem Bild nicht, trotzdem befindet sich nicht so weit – wenn sie diesem Blick sehen, gehen sie 50 m nach rechts
Bis jetzt habe ich den Namen der Lokalität nicht geschrieben. Im Gebirge Ceahlau befinden sich mehrere Lokalitäten von Jovibarba hirta var. hirta. Der Name der Lokalität ist sehr lang. Die Lokalität befindet sich unter dem Gebirgskamm, in westlichen Teil des Gebirges. Die Pflanzen habe ich auf dem Felsen in der Nähe des Sattels Curmatura Picoruli Schiop gefunden.
Das Gestein bildet Konglomerat, die Felsen sind südlich orientiert. Die Lokalität ist in der Höhe von 1750 Meter über dem Meerspiegel. Dort wachsen viele Rosetten von Jovibarba hirta var. hirta. Obwohl ich viele Rosetten gefunden habe, habe ich keine blühende Rosette gefunden.
Die Rosetten sind klein bis 3 cm im Durchschnitt. Sie sind hell-grün (heller als die Pflanzen aus Muránska planina, aber dunklerer als die Pflanzen aus Pálava, oder als die Pflanzen, die in der Nähe von Brno wachsen). Die Rosetten sind ziemlich geschlossen. Sie sind auch behaart, vor allem im Frühling in im Herbst. Im Sommer sind sie fast kahl.
Obwohl hier keine Seilbahn auf den Gebirgskamm führt, kann ich den Besuch des Gebirges empfehlen. Die Wanderwege sind in guten Zustand in Ceahlau, der Aufstieg ist nicht so anstrengend.
Ich möchte noch etwas zu den Pflanzen schreiben. In dem Beitrag zeige ich die Pflanzen aus Ost-Rumänien. Die Lokalität ist etwa 670 km von den Lokalität in der Nähe von Brno entfernt. Die Entfernung der Lokalitäten ist riesengroß. Die Pflanzen sehen wieder anders aus. Die Pflanzen aus Pindulka sind sehr unterschiedlich. Trotzdem handelt es immer um Jovibarba hirta var. hirta.
Für diese Pflanzen gibt es ein alter Name. Diese Pflanzen hat Jávorka im Jahre 1902 beschrieben. Er hat für die Pflanzen den Namen Sempervivum simonkaianum ausgewählt. In diesem Beitrag zeige ich, dass Sempervivum simonkaianum wirklich ein Synonym für Jovibarba hirta var. hirta ist.
Ich freue mich auf die Fragen.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Zaubergarten am 11.10.2011
Hallo lieber jezour,
ich danke dir für die Reise. Es ist immer wieder ein Erlebnis, dich zu begleiten.
Es gibt noch so viel zu tun. Ich selber muss auch noch so viele Semps finden!
Als du ganz am Ende den Namen Simonkaianum erwähntest, klingelte es in meinem Kopf.
Es gibt eine arachno-Züchtung von Sandy Mac Pherson mit diesem Namen.
Hast du eine Ahnung, woher dieser Name kommt?
Lieben Gruß
Zaubergarten
Antwort von jezour am 11.10.2011
Ich glaube, dass Simonkai ein Botaniker war. Mehr kann ich nicht sagen. Ich habe die kurze Beschreibung der Pflanze in einem Werk von Karel Domin gesehen.
Antwort von Sempernicki am 11.10.2011
Hallo,
aus dem Diehmor hab ich mal schnell dieses zu "simonkaianum" rüberkopiert:
"Form von Sempervivum globiferum ssp.hirtum (L.) 't Hart & Bleij
Sempervivum simonkaianum Degen / und syn: Jovibarba globifera ssp. hirta (C. von Linnaeus) J. Parnell (1990) / siehe Naturformen H / Sempervivum hirtum L
Name: "simonkaianum" : gewidmet dem ungarischen Botaniker L.T. Simonkai (1851-1910).
IK: Sempervivum simonkaianum Degen, Megjegyzések néhány keleti növényfajról (Bemerkungen über einige orientalische Pflanzenarten XLI Sempervivum simonkaianum n. sp., in Magyar Botanikai Lapok, Budapest, 1(5): 134-135 (1902)
Lieber jezour,
auch ich möchte mich schon mal herzlich für diesen weiteren Reisebericht bedanken. Ich werde mich in den nächsten Tagen ausführlich damit beschäftigen.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von Sempernicki am 14.10.2011
Lieber jezour,
den Eintrag ins Lexikon habe ich erstellt und wie immer etwas an den "Eggli" - Eggli, Urs (Hrsg): Sukkulentenlexikon, Bd.4, 2003, S. 356f - angepasst.
Das Synonym S. simonkaianum" habe ich noch unter "Beschreibungen" geschrieben.
Vielen Dank für deine Informationen.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von Sempernicki am 14.10.2011
Hallo jezour,
ich sehe gerade noch, dass du einen anderen Erstbeschreiber für den Namen Sempervivum simonkaianum angegeben hast als "Degen". Wie kommst du auf "Jávorka"? Das Jahr 1902 stimmt.
LG
Sempernicki
Antwort von jezour am 14.10.2011
Sempernicki,
vielen Dank für den Lexikon-Eintrag. Den Namen des Autoren der Beschreibung habe ich falsch geschrieben. Sempervivum simonkaianum hat wirklich Arpád von Degen beschrieben. Jávorka hat den Namen im Jahre 1924 nur erwähnt.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 14.10.2011
Lieber jezour,
dann schreibe ich im Lexikon bei "Beschreibungen" noch den werten Herrn Degen dazu.
Vielen Dank - ich freu mich immer, wenn wir uns einig sind.
LG
Sempernicki