Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. hirtum (hirtum) from Poludnica
Jovibarba hirta var. hirta - Poludnica
Immer noch bleiben wir in der Slowakei. Wieder verlassen wir nicht das Nationalpark Muránska planina in der Mitte der Slowakei. Und wieder besuchen wir die Umgebung von dem Städtchen Muráň. Das Städtchen ist ein Startpunkt für den Besuch des Nationalparks. In der Nähe des Städchens gibt es alle Lokalitäten, die ich vorgestellt habe.
Poludnica heißen die Felsen nördlich von Muráň. Die Felsen gibt es gegenüber der Burgruine Muránsky hrad. Die Felsen sind sehr steil und sind südlich orientiert. Oben am Rande der Felsen befindet sich der Aussichtspunkt. Es gibt eine wunderschöne Aussicht von hier.
An den Felsen wachsen Jovibarbas. Dort wächst Jovibarba hirta var. hirta. Die Lokalität ist ziemlich groß. Es wächst eine große Menge von Rosetten hier. Achtung! Die Rosetten wachsen am Rande der Felsen oder an den Wänden. Es ist nötig auf die Sicherheit zu denken. Trotzdem kann man einiege Rosetten auf ziemlich gefahrlosen Plätzen finden.
Die Felsen werden von Kalkstein gebildet. Die Pflanzen, die ich fotografiert habe, wachsen in der Höhe von 975 m. Fast alle Pflanzen wachsen direkt an den Wänden oder auf den Steinen. Dank der südliche Orientation haben die Pflanzen wenig Wasser, die Temperaturen sind hoch und gibt es hier Trockenheit.
Die Pflanzen sehen auf der Lokalität gut aus. Sie bilden genug Ausläufer. In der Zeit meines Besuches waren sie für das Blühen vorbereitet, aber sie haben nicht geblüht. In meiner Sammlung haben die Pflanzen noch nicht geblüht.
Und die Blätter? Fast alle Pflanzen hatten die behaarten Blätter auf der Lokalität. Und in der Kultur? Vor allem im Frühling und im Herbst sind die Blätter behaart, im Sommer sind die Blätter kahl, oder mit wenigen Blättern. Die Bilder sagen mehr...
Die Umwandlung während des Jahres – in Kultur
Im April
Im Mai
- Am Anfang Septembers – es war heiß in Tschechien
Jetzt sind die Pflanzen wieder stark behaart. Die Bilder habe ich noch nicht gemacht, es ist wenig Licht für das Fotografieren draußen.
Ich freue mich auf die Fragen.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Sempernicki am 09.11.2011
Hallo, lieber jezour,
von den Felsen aus hast eine schöne Aussicht gehabt? Hast du davon auch ein Foto?
Vielen Dank für die Bilder von behaarten und unbehaarten Rosetten und den Bericht.
Ich erstelle jetzt mal die Einträge in das Lexikon und die Bildergalerie.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von jezour am 09.11.2011
Hallo Sempernicki,
das Bild der Aussicht habe ich endlich am Computer gefunden.
Aussicht aus den Felsen Poľudnica in Richtung Süden
Jetzt der Kommentar zu dem Bild.
Unten befindet sich das Städtchen Muráň. Die Mitte des Städtchen gibt es hinter dem Hügel. Der Hügel heißt Cigánka, ein bisschen östlicher (links auf dem Bild) befindet sich die Burgruine von Muránsky hrad. Die Burgruine gibt es auf dem Bild nicht, weil wir nur den westlichen Abhang des Hügels von Cigánka sehen.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 09.11.2011
Lieber jezour,
herzlichen Dank für das Bild. Da hat sich meine Frage danach sehr gelohnt. Das ist eine tolle Gegend - sie sieht fast aus wie das Sauerland.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von jezour am 09.11.2011
Gibt es im Sauerland auch große Höhenunterschiede? Oder gibt es im Sauerland die Hügellandschaft?
Im Nationalpark Muránska planina gibt es ziemlich große Höhenunterschiede. Die Plattform oben befindet sich in der Höhe von 1000 - 1200 m über dem Meerspiegel. Das Städtchen Muráň liegt in der Höhe von 400 m!
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 09.11.2011
Lieber jezour,
der höchste Berg bei uns liegt 843m über dem Meeresspiegel. Ich wohne auf 500m, aber nicht an dem Berg. Wir haben Hügellandschaft, aber auch tiefe Täler zwischen bewaldeten Bergen und Hochebenen mit Landwirtschaft.
LG
Sempernicki
Antwort von jezour am 10.11.2011
Hallo Sempernicki,
vielen Dank für die Beschreibung der Gegend im Sauerland. Die Gegend in Westböhmen sieht ähnlich aus - Hügellandschaft mit tiefen Tälern, bewaldeten Bergen und Hochebenen mit Landwirtschaft. Pilsen liegt in der einzige Tiefebene in Westböhmen - dank des Zusammenflusses der vier Flüsse.
LG,
jezour
Antwort von Zaubergarten am 10.11.2011
Hallo lieber jezour,
das Bild vom April (in Kultur) ist einfach umwerfend!
Oder sollte ich besser schreiben, die Pflanzen sind es.
Liebe Grüße und Danke fürs Zeigen der Schönheiten und der schönen Landschaften.
Lieben Gruß
Zaubergarten, die neulich das Sauerland besucht hat.
Antwort von Manusemper am 12.11.2011
Hallo jezour,
wieder einmal eine ganz wertvolle und schöne Standortbeschreibung! Vielen Dank, dass Du hierdurch so viele daran teilhaben lässt!
Manusemper
Antwort von Zaubergarten am 13.11.2011
Hallo lieber jezour,
ich habe eine Frage zu dem Gestein.
Es handelt sich wieder um Kalkstein, der den Untergrund bildet.
Kann es sein, dass Jovibarba Kalkstein bevorzugen?
Liebe Grüße
Zaubergarten
Antwort von jezour am 13.11.2011
Hallo Zaubergarten,
Kalkstein bildet oft den Untergrund für Jovibarba. Jovibarbas wachsen nicht nur auf Kalkstein, sie wachsen auch auf Basalt, Andesit, Amphibolit, Schiefer, Spilit, Lydit, Trachyt, Phonolith, Serpentinit oder Quarzit. Ich habe Jovibarba auch auf Sandstein oder Glimmerschiefer gesehen. Ich glaube, dass Jovibarba Kalkstein nicht bevorzugt. Im Kalksteingebiet gibt es mehrere Felsen - dort gibt es mehrere gelegene Plätze für Jovibarba.
LG,
jezour
Antwort von Zaubergarten am 13.11.2011
Hallo lieber jezour,
du meinst, es ist also Zufall, dass sehr viele deiner vorgestellten Jovibarbas auf Kalkstein wachsen?
Gibt es denn Sempervivum, die bestimmtes Gestein als Untergrund bevorzugen?
Liebe Grüße
Trixi
Antwort von jezour am 13.11.2011
Hallo Zaubergarten,
es ist teilweise Zufall. In der Kalksteingegend gibt es tiefe Täler mit vielen Felsen, die Schluchte oder die Plattformen mit den Steinen. Andere Gesteine bilden nicht so viele Felsen. Zum Beispiel in Westböhmen gibt es auch die tiefe Täler. Die Abhänge sind nicht so steil. Dort gibt es nicht so viele Felsen wie zum Beispiel im Nationalpark Muránska planina.
Es gibt Sempervivum, die bestimmtes Gestein als Untergrund bevorzugen. Zum Beispiel Sempervivum montanum - Granit, Sempervivum grandiflorum - Granit, oder auch Sempervivum pittonii - Serpentinit.
LG,
jezour