Reisebericht: Špičák bei Mezí

Gespeichert von jezour am Di., 06.12.2011 - 17:11

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Špičák bei Mezí

Jovibarba globifera subsp. globifera - Špičák bei Mezí

Ein bisschen länger habe ich einen Reisebericht nicht geschrieben. Ich muss jetzt mehr lernen, weil wir viele Teste schreiben. Das Semester endet kurz vor Weihnachten.

Ich möchte nächste Lokalität von Jovibarba globifera subsp. globifera. Bis jetzt habe ich etwa 40 Lokalitäten von Jovibarba globifera subsp. globifera gesehen. Warum so viel? Jovibarba globifera subsp. globifera subsp. globifera wächst in Tschechien. Ich suche die Lokalitäten in der Natur. Und in Westböhmen gibt es viele Lokalitäten (ich habe Jovibarba globifera auch in Mähren oder Nordböhmen gesehen).

Die Gegend in der Nähe des Städtchens Nečtiny haben wir schon einmal besucht. Ich habe die Lokalität an dem Hügel Preitenštejn vorgestellt. Die Lokalität, über die ich heute schreibe, befindet sich auch in der Nähe des Städchens Nečtiny. Warum schreibe ich noch “bei Mezí?“ Mehrere Hügel in der Nähe des Städchens Nečtiny heißen Špičák. Die Lokalität an dem Hügel Špičák befindet sich bei dem Dorf Mezí.

In letzten Reisebericht habe ich eine Lokalität in dem Steinbruch vorgestellt. Heute besuchen wir wieder einen Steinbruch, obwohl die Pflanzen auch anderswo finden können. Jovibarba globifera subsp. globifera wächst auch in der Nähe des Gipfels von Špičák.

In der Nähe des Gipfels finden wir nur ein paar Rosetten. Irgendwann finden wir auch eine kleine Kolonie. Warum schreibe ich über dem Steinbruch?

Der ehemalige Steibruch befindet sich auf dem südlichen Abhang des Hügels. Der Steinbruch ist schon lange (mehr als 70 Jahren) geschlossen. Obwohl es um den Steinbruch viele Bäume wachsen, auf den Wänden des Steinbruchen wachsen sie nicht. Die Pflanzen sind hier mehr im Schatten als die Pflanzen oben.

Auf den Wänden des Steinbruches finden wir große Kolonien von Jovibarba globifera subsp. globifera. Die Kolonien wachsen direkt an der Wand. Die Rosetten sind mehr offen, weil sie mehr im Schatten wachsen.

Vor drei Jahren habe ich hier zwei blühende Rosetten gesehen. Zwei Jahren zurück habe ich keine blühende Rosette gesehen. Die Rosetten blühen hier also nicht so oft. Die Pflanzen, die neben auf dem Hügel wachsen, blühen häufiger. Über dem Hügel neben Špičák möchte ich in der Zukunft schreiben.

Warum finden wir hier Jovibarbas? Der Grund ist leicht – das Gestein. In Tschechien gibt es viele Lokalitäten, wo Jovibarba globifera subsp. globifera auf Basalt wächst. Der Hügel Špičák bei Mezí wird auch von Basalt gebildet. Und die Meereshöhe der Lokalität? Von 560 m bis 570 m über dem Meerspiegel. Zu dem Hügel führt kein Weg. Diese Situation kompliziert ein bisschen den Besuch der Lokalität. Trotzdem lohnt es sich die Lokalität zu besuchen.

Ich freue mich auf die Fragen.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mi., 29.12.2021 - 12:58

Hallo jezour,
ein interessanter Bericht von dir.
Hast du eine Vorstellung wer die verschiedenen Semperviven an die unterschiedlichsten Wuchsorte gebracht hat?
Sind das zB Vögel die einen Fruchtstand mitgenommen haben und am Rastort des Vogels sind die feinen Samen ausgefallen und aufgegangen.
Ist es der Wind der die Samenverteilung vorgenommen hat und damit immer wieder neue Standorte geschaffen hat.
Der Mensch wird es sicherlich nicht bewußt gemacht haben.
Es würde mich deine Meinung interessieren.

Grüße Gerhard

Sempernicki

Mi., 29.12.2021 - 12:58

Hallo redakteur,

ich finde, es ist wirklich schwierig zu antworten.
Über Jovibarba globifera subsp. globifera weiß ich etwas mehr, bei anderen Arten habe ich keine Vorstellung - ich habe zu wenig gesehen. Es ist nötig die Gegend sehr gut kennen. Die Gegend in Westböhmen kenne ich besser.

Jovibarba globifera subsp. globifera in Westböhmen
Einige Lokalitäten sind nicht natürlich - zum Beispiel die Lokalitäten in der Nähe der Burgruinen.
In Westböhmen gibt es ziemlich tiefe Täler, in der Gegend gibt es viele Felsen. Für die Verbreitung waren die Täler sehr wichtig. Das Klima in den Tälern ist wärmer. Vielleicht durch den Tälern ist Jovibarba globifera subsp. globifera in der Vergangenheit in Westböhmen gekommen. Vielleicht dank der Tiere, vielleicht auch dank des Windes.
Das Gestein ist für Jovibarba globifera subsp. globifera auch wichtig...

Ich hoffe, dass ich ein bischen geantwortet habe.

LG,
jezour

Sempernicki

Mi., 29.12.2021 - 12:59

Hallo, lieber jezour,

vielen Dank, dass du uns so viele Jovi-Stellen in deiner Heimat zeigst.
Du bist sicher wieder ganz schön gekraxelt.

Jetzt habe ich gelernt, dass die Pflanzen im Schatten mehr offen sind.
(Nächstes Jahr habe ich bestimmt nur Kügelchen - ich habe gerade einen großen Feldahorn neben den Sempervivum-Beeten absägen lassen. )

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

Mi., 29.12.2021 - 13:00

Sempernicki,

vielen Dank für den Lexikon-Eintrag. Ich habe nur wenig gekraxelt. Der ehemalige Steinbruch befindet sich unten und die Pflanzen haben gleich über meinem Kopf gewachsen. Der Gipfel des Hügels ist nicht so schwierig erreichtbar. Man muss durch die Gebüsche durchgehen. Dort gibt es nur der steile Abhang, es ist nicht so schlimm.

Die Rosetten sind im Schatten wirklich mehr offen. Und wenn die Rosetten genug Wasser haben, sind sie auch mehr offen.

LG,
jezour

Sempernicki

Mi., 29.12.2021 - 13:03

Ich möchte noch ein Bild zeigen. Ich habe über zwei Hügel geschrieben. Die befinden sich auf diesem Bild.

reise

Špičák (bei Mezí) vorne und Kozelka hinten

Der kleine Hügel rechts heißt Špičák. Über diesem Hügel habe ich in diesen Reisebericht geschrieben. Und hinten befindet sich noch einen Hügel. Der Hügel ist größer und für uns auch interessant. Aus diesem Hügel hinten, habe ich das erste Bild gemacht.

LG,
jezour

Sempernicki

Mi., 29.12.2021 - 13:03

Lieber jezour,

ich drücke Dir die Daumen für Deine Prüfungen (Tests). Deine guten Berichte von Standorten sind jedesmal eine große Bereicherung!

Herzliche Grüße

Manusemper

Titelbild
Reisebericht: Špičák bei Mezí