Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Kozelka
Jovibarba globifera subsp. globifera - Kozelka
Endlich habe ich wieder ein bisschen Zeit. Ich möchte nächste Lokalität von Jovibarba globifera subsp. globifera vorstellen. In dem letzten Reisebericht (Špičák bei Mezí) habe ich interessante Bilder gezeigt. Es handelt um das erste Bild (mit dem Titel „Špičák bei Mezí in Westböhmen befindet sich nicht weit von Nečtiny“) und das Bild in meinem Beitrag von 8. 12. Auf dem ersten Bild gibt es vorne die Felsen. Für uns war der kleine Hügel in der linken Ecke wichtig – das ist der Hügel Špičák bei Mezí. Und die Felsen??? Auf dem Bild von 8. 12. sehen wir zwei Hügel. Der kleine Hügel vorne heißt Špičák. Und wie heißt der Hügel hinten?
Der Hügel Kozelka in Westböhmen ist ein Tafelberg
Der Hügel heißt Kozelka. Es handelt um einen Tafelberg. Es ist eine Dominante der Gegend. Das Plateau kann man aus der Ferne am besten beobachten. Aus der Ferne sehen wir nur den Wald. Wenn wir unter den Berg stehen, überraschen uns die Felsen. Die Felsen werden von Basalt gebildet.
Die Felsen sind für uns sehr wichtig und interessant. Oben auf dem Plateau wächst den Wald. Die Ränder des Plateaus sind kahl, dort gibt es nur wenige Bäume. Auf den Rändern des Plateaus befinden sich die Felsen. Die Felsen sind ziemlich groß und sehr steil. Wo sollen wir die Jovibarbas suchen? Wir müssen den südwestlichen Teil des Hügels besuchen.
Wenn wir auf den Rändern der Felsen suchen, finden wir bald Jovibarba globifera subsp. globifera. Zuerst finden wir ein paar kleinen Kolonien, dann finden wir im mehr und mehr Rosetten. Jovibarba globifera bildet hier wirklich große Kolonien.
Auf dem Hügel Kozelka befindet sich eine riesengroße Lokalität von Jovibarba globifera subsp. globifera. Einige Kolonien sind wirklich groß. Jovibarba globifera subsp. globifera wächst hier auch an den Wänden der Felsen.
Die Lokalität auf dem Hügel Kozelka ist immer noch interessant. Es ist möglich hier große Rosetten zu finden. Die größten Rosetten haben hier etwa 8 cm im Durchschnitt. So große Rosetten habe ich nur hier gesehen.
Über das Blühen habe ich noch nicht geschrieben. In Westböhmen habe ich ziemlich viele Lokalitäten besucht und gesehen. Das Blühen stellt ein Problem vor. Obwohl die Lokalität groß ist oder auf der Lokalität viele Rosetten wachsen, blühen die Rosetten selten, wenig oder gar nicht.
Wie sieht die Situation auf dem Hügel Kozelka? Es ist eine Überraschung. Jedes Jahr kann ich hier viele blühende Rosetten beobachten. Wirklich viele – immer mehr als 30 oder 40. Es ist wirklich schwierig zu antworten, warum hier so reich blühen und warum anderswo gar nicht blühen.
Ich kann den Besuch des Hügels Kozelka nur empfehlen. Das Plateau ist leicht erreichtbar, weil dort ein touristischer Weg führt. Vor allem im Sommer (August) und in einem schönen Tag lohnt es den Besuch. Im August blühen die Jovibarbas und wenn es ein schönes Wetter ist, gibt es eine wunderschöne Aussicht von hier.
Was sagen sie dazu?
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von banker07 am 16.12.2011
Moin jezour;
wieder ein toller Bericht!
mich fasziniert das letzte Bild mit der besonderen Blüte; sehe ich das richtig, dass da aus einer Rosette mehrere Blütenstände herauswachsen?
ein hübsches Bündel Blüten!
lG, banker07
Antwort von jezour am 16.12.2011
Hallo banker07,
wirklich siehst du gut. Ich glaube, dass die Rosette irgendwie beschädigt war. Die blühende Rosetten von Jovibarba globifera subsp. globifera sehen normal wie die Rosetten auf dem vorletzten Bild aus.
LG,
jezour
Antwort von banker07 am 16.12.2011
eine wirklich schöne "Beschädigung"
lG, banker07
Antwort von sachsblau am 16.12.2011
Hallo lieber jezour,
diese großen Ansammlungen von Jovibarba globifera subsp. globifera sind sehr beeindruckend und auch, dass es solch´ große Rosetten an diesem Standort gibt.
Kultivierst Du die Pflanzen von Kozelka auch in Deinem Garten? Wie verhalten sie sich von der Größe und vom Blühen her?
Ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Bericht und die herrlichen Bilder.
Antwort von jezour am 16.12.2011
Hallo sachsblau,
sicher baue ich die Pflanzen aus Kozelka in dem Garten an. Sie sind jetzt noch klein, weil sie bis Frühling in dem Blumentopf gewachsen sind. Von Frühling baue ich sie in meinem Sempervivum-Jovibarba-Beet. Ich muss noch warten.
Keine Rosetten von Jovibarba globifera subsp. globifera hat bei mir in dem Garten noch nicht geblüht. Obwohl sie schnell wachsen (und bilden viele Ausläufer), brauchen sie für das Blühen die Größe.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 17.12.2011
Hallo, lieber jezour,
vielen Dank für diesen Bericht aus einer sehr schönen Gegend. Der Tafelberg sieht wie ein alter Vulkan aus.
Als ich früher hier in Westfalen die Pflanzen kartiert habe, habe ich mich immer gefreut, wenn ich größere Felsen im Wald vorfand, denn dort erwarteten mich meistens interessante Pflanzen. Die bekanntesten Felsbrocken hier in der Gegend findest du unter "Bruchhauser Steine". Dort gibt es zwar keine Semperviven, aber ein Eiszeitrelikt, die Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina), die auf alten Vulkanschloten aus Porphyr wächst. Sie ist schon seit 1862 dort bekannt.
Die Kolonien auf deinen Fotos sind ja prächtig. Ich finde es auch verblüffend, dass oben die Rosetten so gerne blühen und unten nicht. Wenn es einen ersichtlichen Grund gäbe, hättest du es sicher bemerkt.
Gib mir bitte noch die Höhe für den Lexikoneintrag.
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von jezour am 17.12.2011
Hallo Sempernicki,
vielen Dank für den Lexikon-Eintrag. Die Pflanzen wachsen in der Höhe +/- 650 m über dem Meerspiegel.
Der Grund des Blühens weiß ich nicht. Ich kann nur spekulieren. Vielleicht die Bedingungen, vielleicht das Gestein, vielleicht die Größe der Rosetten, oder die Eigenschaften von Jovibarba globifera subsp. globifera. Vielleicht ist Jovibarba globifera subsp. globifera "faul" zu blühen - sie blüht allgemein selten (im Gegenteil zu Jovibarba hirta und so weiter...).
Diese Lokalität ist auch alt. František Maloch hat schon im Jahre 1913 über Jovibarba globifera subsp. globifera auf Kozelka geschrieben.
Ich kann den Besuch der Lokalität nur empfehlen - kein Klettern, nur einen schönen Spaziergang.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 17.12.2011
Danke, lieber jezour,
für die Ergänzungen.
LG
Sempernicki