Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Hostim, Vysoká stráň, unten
J. globifera – Hostim, Vysoká stráň, unten
n diesem Reisebericht bleiben wir bei dem Thema Jovibarba globifera. Wir verschieben uns aus Westböhmen in die Umgebung von Prag. Südwestlich von Prag befindet sich ein Karstgebiet. Das Karstgebiet heißt Český kras (= Böhmischer Karst) und erstreckt sich ungefähr zwischen zwei Städte – Prag und Beroun. Durch den Karst fließt den Fluß Berounka und die meist wertvollen Teile des Karstgebietes befinden sich vor allem in dem Tal des Flußes Berounka und in der Nähe des Tales des Flußes.
Obwohl das Dorf Hostim nicht in dem Tal des Flußes Berounka liegt, gibt es in dem Nebental des Flußes Berounka. In der Nähe des Dorfes befinden sich viele Felsen. Am Abhang des Hügels Vysoká stráň können wir viele Felsen finden, vor allem in den unteren Drittel des Hügels. Ich habe ein Gebiet an dem westlichen Abhang des Hügels untersucht. Das Gebiet mit den Felsen ist ziemlich ausgedehnt da, also ich habe nur ein Teil des Gebietes mit den Felsen untersucht.
An den Abhängen habe ich da einen riesengroßen Standort von Jovibarba globifera gefunden. Der Standort ist wirklich riesengroß, darum habe ich nur einen Teil untersucht. Obwohl ich nur einen Teil untersucht habe, habe ich da viele Rosetten von Jovibarba globifera beobachtet. Die Rosetten haben viele Gruppen und Kolonien gebildet.
Der Standort befindet sich in der Höhe von 250 Meter über dem Meerspiegel bis etwa 330 Meter über dem Meerspiegel. Der oberen Teil des Standortes habe ich nicht gesehen, ich bin in den unteren Teil des Standortes (bis 280 Meter) geblieben. Das Gestein wird Kalkstein gebildet. Die Rosetten wachsen da in den Felsspalten, in der Nähe der Steine und in der Lücken zwischen den Steinen.
Die Rosetten am Standort waren in dem guten Zustand. Sie waren gesund – ohne Endophyllum sempervivi – und in der Zeit meines Besuchen haben sie die neuen Ausläufer gebildet. Für die Blüten war es zu früh, denn ich war da am Ende des Monates Mai. Im Mai im Jahre 2012 war es sehr trocken in Tschechien. Darum sind die großen Rosetten so geschlossen. Vielleicht sehen sie auf den Bildern die gelbe Färbung der Rosetten. Ich glaube, dass diese gelbe Farbe von dem Gestein beeinflusst wird, denn die gelbe Färbung in der Kultur nicht gibt.
Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
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Comments
Antwort von Sempernicki am 16.03.2014
Hallo, lieber jezour,
die gelbe Farbe kann aber doch auch von der Hitze gekommen sein oder nicht? Ich meine, dass hier im Garten in einem heißen Sommer vor ein paar Jahren auch die Jovis gelber waren.
Etwas anderes: Es scheint ja auch bei geschlossenen Rosetten nicht schwierig zu sein, im Westen Tschechiens die Jovibarbas zu bestimmen. Es gibt ja dort nur J. globifera (also S. globiferum ssp. globiferum wie wir im Lexikon schreiben), stimmt's? Und im Osten eurer Republik hast du uns, glaube ich, auch erst eine Stelle beschrieben, an der es sich nicht darum handelt. (Dein Reisebericht: Jovibarba hirta var. hirta - Beran a Rorejsi)
Hast du noch Ausnahmen kennen gelernt?
Herzlichen Dank für den Reisebericht und die schönen Bilder!
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von Zaubergarten am 16.03.2014
Hallo lieber jezour,
die Vermutung, dass das Gestein und somit die verfügbaren Nährstoffe, für die Färbung verantwortlich sein könnten, klingt sehr interessant.
Es wäre spannend, mit dem Gestein des Fundortes im Garten ein Beet anzulegen und die Färbung zu beobachten.
Mann, was es da noch alle zu tun gäbe!
Liebe Grüße und vielen Dank für den Reisebericht.
Zaubergarten
Antwort von jezour am 16.03.2014
Hallo,
liebe Sempernicki,
wenn es Hitze längere Zeit gibt, dann sind die Rosetten von Jovibarba globifera heller. Die gelbe Farbe der Rosetten in dem Böhmischen Karst war satt, es haldelt um wirkliche gelbe (gelb-goldene) Farbe. In der Zeit der Hitze habe ich auch die Standorte mit den anderen Untergrund gesehen - die Farbe der Rosetten war hell grün.
In der Sammlung habe ich solche Farbe nicht beobachtet. In der Nähe von Pilsen gibt es kein Kalksteingebiet. Ich baue die Rosetten in den leicht saure Erde an.
Ich zeige noch zwei Bilder. An den beiden Bildern gibt es die Rosetten von Jovibarba globifera nach der ziemlich lange Zeit der Hitze:
Jovibarba globifera - Nevděk, Gestein - Basalt
Jovibarba globifera - Jelínkův most, Gestein Kalkstein in dem Böhmischen Karst
In Tschechien wachsen zwei Arten von Jovibarba – Jovibarba globifera und Jovibarba hirta. In Böhmen gibt es nur die Standorte von Jovibarba globifera. Durch Mähren läuft die Grenze zwischen Jovibarba globifera und Jovibarba hirta. In der Nähe der Stadt Brno befinden sich die Standorte von Jovibarba globifera. Aber etwa 30 Kilometer östlicher gibt es die Standorte von Jovibarba hirta. Die befinden sich in der Nähe der Stadt Mikulov, das Gebiet heißt Pálava. Nächste Standorte von Jovibarba hirta sind in dem Mährischen Karst nördlich von Brno, es handelt um die Umgebung des Städtchens Ostrov u Macochy – die Standorte Pindulka, nächste gibt es im Tal in der Nähe der Punkevní Höhlen. Nächste Standorte in dem Mährischen Karst sollen in der Umgebung des Dorfes Adamov sein, aber die wurden noch nicht gefunden. Es gibt auch die Standorte von Jovibarba globifera in dem Mährischen Karst – bei Blansko, Lipovec, Balcarka. Ich weiß noch über zwei Gebiete mit den Standorten von Jovibarba hirta in Mähren – in der Nähe der Stadt Kopřivnice und am Berg Velká Čantoryje. In dem Gebirge Beskydy sollen auch die Standorte von Jovibarba hirta, die wurden auch noch nicht wieder entdeckt. Also die Standorte von Jovibarba hirta gibt es nur in dem östlichen und südöstlichen Teil von Mähren. Sonst gibt es in Mähren die Standorte von Jovibarba globifera.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 17.03.2014
Vielen Dank, lieber jezour,
für deine zusätzlichen Erklärungen und die passenden Bilder.
Liebe Grüße
Sempernicki