Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Boseň, Burg Valečov
Jovibarba globifera - Boseň, Burg Valečov
In diesem Reisebericht stelle ich nächsten Standort von Jovibarba globifera vor. Es handelt nicht um einen natürlichen Standort meiner Meinung nach, niedriger in diesem Reisebericht stelle ich die Argumente dar.
Das Städtchen Boseň liegt in Böhmen nordöstlich von der Stadt Mladá Boleslav. Das Städtchen befindet sich am westlichen Rand des Naturschutzgebietes Český ráj. Das Naturschutzgebiet wird bekannt durch den Sandsteinfelsen. Die Sandsteinfelsen haben da malerische Gestalten.
Die Burg Valečov wurde auch an den Sandsteinfelsen gebaut. An den südlichen und südwestlichen Felsen gleich unter der Burg gibt es einen Standort von Jovibarba globifera. Das Gestein wird Sandstein gebildet und die Pflanzen wachsen da in der Höhe von 320 Meter über dem Meerspiegel.
Die Rosetten bilden am Naturstandort etwa fünf Kolonien, jede Kolonie enthält ziemlich viele Rosetten. Die Rosetten wachsen in den Gruppen, ab und zu ist es möglich eine alleine Rosette zu beobachten. Die Rosetten am Naturstandort waren frisch grün gefärbt, denn in der Nähe der Burg wächst einen Kiefernwald und die Pflanzen an den Felsen bekommen viel weniger Licht.
Die Rosetten vermehren am Naturstandort wahrscheinlich fast nur durch den Ausläufer. Als ich den Naturstandort besucht habe, in der Hälfe des Oktobers, habe ich keinen vertrockneten Blütenstengel gefunden. Ich habe nur eine große Menge der kleinen Rosetten beobachtet.
Warum meine ich, dass der Naturstandort nicht natürlich ist? In Tschechien wächst Jovibarba globifera normalerweise am Sandstein nicht, die Standorte am Sandstein wurden dank der Menschen gegründet. In der Nähe der Burgen wurden diese Pflanzen in Tschechien oft ausgesetzt. Und an den Sandsteinfelsen gibt es in dem Naturschutzgebiet Český ráj keinen Standort mehr. Darum glaube ich, dass der Standort nicht natürlich ist.
Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Sempernicki am 08.02.2015
Hallo, lieber jezour,
du hattest schon einmal geschrieben, dass man unterhalb von Burgen fast nie sicher sein kann, dass es sich dort um ein natürliches Vorkommen von Pflanzen handelt.
Hier kommt nun noch der Sandstein als Argument dazu. Hattest du schon einmal den Verdacht, dass für die Ausbildung von Blüten "passende Gesteine" vorhanden sein müssen?
Ich überlege, ob ich diesen Standort mit ins Naturformen-Lexikon aufnehme. Was meinst du?
Die Pflanzen sind sehr schön.
Vielen Dank!
LG
Veronika
Antwort von Zaubergarten am 08.02.2015
Hallo lieber jezour,
dass in der Nähe von Burgen oft vom Menschen angesiedelte Semps wachsen, habe ich schon mal irgendwo gelesen.
Wir haben im Bayrischen Wald, bei der Burg Neunußberg ebenfalls eine Sempskolonie entdeckt.
Ein Ableger davon hat den Namen "Nusseckerl" erhalten und gedeiht sehr gut bei uns.
Wir wissen aber, dass es sich hier offiziell um einen Noname handelt. Niemals würden wir ein Nusseckerl weitergeben.
Liebe Grüße
Zaubergarten
Antwort von jezour am 08.02.2015
Hallo,
in den Fällen der Burgruinen ist es immer schwierig zu sagen, ob es um einen natürlichen Standort handelt. Die Pflanzen können da sehr lange wachsen. In diesem Fall würde ich sagen, dass der Naturstandort dank der Tätigkeit der Menschen entstanden ist. In der Umgebung gib es mindestens einen Standort, aber am diesem Standort wächst Jovibarba globifera am Basalt.
In dem Lexikon gibt es die Angaben über dem Standort im Städtchen Třeboň am Damm des Teiches Svět. Darum können wir den Eintrag über diesem Standort im Lexikon gründen.
Über dem Einfluß des Gesteins für die Ausbildung der Blüten habe ich auch schon überlegt. Ich glaube, dass das Gestein wahrscheinlich keine Rolle für die Ausbildung der Blüten spielt. Für die Ausbildung der Blüten brauchen die Rosetten von Jovibarba globifera ziemlich große Größe. Und eine wichtige Rolle spielt das Wetter und die Wetterbedingungen während des Jahres, für die Ausbildung der Blüten brauchen die Rosetten vor allem viel Wärme.
LG,
jezour