Reisebericht: Stiv, nördl. Abhang 1

Gespeichert von jezour am So., 23.08.2015 - 11:02

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. heuffelii from Stiv, nördl. Abhang

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in dem Gebirge Baba planina. Das Gebirge befindet sich in dem südwestlichen Teil der Republik Mazedoniens und emporragt gleich südwestlich über der Stadt Bitola.

Dieser Naturstandort gibt es an den Abhängen des Berges Stiv. Der Berg Stiv liegt etwa 2 Kilometer nordöstlich von dem Berg Pelister und misst 2468 Meter, ist nämlich niedriger als Pelister. An den Abhängen des Berges Stiv gibt es viele Naturstandorte der Hauswurz. In diesem Reisebericht stelle ich einen Naturstandort vor, der an den nördlichen Abhängen des Berges liegt.

Ja, sie lesen aufmerksam. Der Naturstandort liegt wirklich an den nördlichen Abhang des Berges Stiv. An dem Abhang gibt es nämlich viele Orte, die westlich oder östlich (teilweise auch südöstlich und südwestlich) orientiert sind. Gerade an diesen Orten wachsen Hauswurz. Dieser Naturstandort befindet sich an einem ziemlich steilen Abhang, an dem auch ein markierter Weg in Richtung Pelister fürht.

Jovibarba heuffelii wächst da in den Felsspalten oder in der Nähe der großen Steine. An diesen Orten wächst nicht den Wald und die Pflanzen haben da ziemlich viel Licht. Um diese Orte wächst der Kiefernwald (Pinus peuce). Der Naturstandort liegt in der Höhe von 2144 Meter über dem Meerspiegel und das Gestein wird Granit gebildet.

An dem Naturstandort habe ich ziemlich große Menge der Rosetten beobachtet. Alle Rosetten waren dunkel grün gefärbt, einige Rosetten hatte die oberen Drittel der Rosettenblätter oder nur die Spitzen der Rosettenblätter lila gefärbt. Viele Rosetten haben sich für das Blühen vorbereitet, nur wenige Rosetten haben geblüht, denn es war der Anfang der Blütezeit während meines Besuches.

Ich möchte eine interessante Sache erwähnen – Behaarung der Rosettenblätter. An dem Naturstandort ist es möglich die Rosetten mit den kahlen Rosettenblättern, auch die Rosetten mit den völlig behaarten Rosettenblättern und auch die Rosetten mit mehr oder wenig teilweise behaarten Rosettenblätter. Es ist nicht möglich eindeutig zu entscheiden, ob es um var. glabra oder var. heuffelii handelt. Darum glaube ich, dass ist nicht möglich die Varietäten klar unterscheiden. Der Übergang zwischen den behaarten und kahlen Rosetten ist kontinuierlich. Das ist der Grund, darum ich in den Überschriften der Reisebericht var. glabra oder var. heuffelii nicht mehr schreibe.

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Sa., 20.11.2021 - 20:06

Hallo, lieber jezour,

hattest du keine Angst, dass die Steinplatten gefährlich für dich werden könnten? Ist das auf dem 2. Bild wohl eine künstliche Höhle?

Zu den behaarten und unbehaarten Rosetten. Ich habe auch schon mal gedacht, dass es besser gewesen wäre, im Naturformen-Lexikon das "glabrum" wegzulassen. Aber nun steht es an so vielen Stellen, dass es auch bei neuen Einträgen benutzt werden sollte, wenn die Pflanze schon anderweitig so bezeichnet wird. Sonst können wir es in der Regel gerne weglassen, wenn es deine entdeckten Pflanzen sind.

Ich finde es erstaunlich, dass du auch unbehaarte Pflanzen gefunden hast, denn die vom nahen Berg Pelister sind ja sehr behaart.

Was heißt das S in "Stiv S úbočí pohled Stiv"? S für Süden kann es ja nicht sein.

Danke für deine Mühe, uns die Pflanzen zu zeigen und durch den Text näher zu bringen!

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

Sa., 20.11.2021 - 20:08

Hallo, liebe Sempernicki,

am Naturstandort hatte ich keine Angst, denn es gab viele Platten an diesen Felsen und an den großen Steine. Die Felsen am Naturstandort sind steil, aber sie sind nicht so steil und die Bewegung ist ziemlich problemlos da.
Auf einem Bild gibt es eine natürliche Höhle, diese Steine und Felsen befinden sich auf dem unteren Rand des Steinmeeres am Berg Stiv.
Ich möchte auch schreiben, dass die Rosettenblätter der Rosetten in der Kultur kahl sind. Die Blüten dieser Pflanzen finde ich wunderschön dank der Kontrastes zwischen den gelben Kronblätter und zwischen den Kelchblättern mit den dunkel lila gefärbten Spitzen.

Stiv S úbočí pohled Stiv - S ist eine Kurzform von Norden auf Tschechisch, auf Tschechisch schreibt man Norden "sever."

LG,
jezour

 

 

Sempernicki

Sa., 20.11.2021 - 20:09

Lieber jezour,

die Blüten mit den farbigen Spitzen finde ich auch sehr bemerkenswert.

Heuffelii-Blüten sehen für Laien sicher erstmal ziemlich gleich aus, aber wenn man genauer schaut und vergleicht, dann unterscheiden sie sich doch in ein einigen Punkten, z. B. die mehr oder weniger gefärbten Spitzen (mal braun, mal rot, mal wie bei deinen dunkellila - unglaublich! -) die Behaarung, die Anordnung der Blütenblätter - manchmal überlappen sie sich, manchmal stehen sie spitz fast einzeln in die Luft.

Dass die Rosetten nun im Garten kahl sind, das ist ja nun absolut schwierig einzuordnen - wegen der behaarten vom Pelister

LG
Sempernicki

Titelbild
Reisebericht: Stiv, nördl. Abhang 1