Reisebericht von Beatrix Bodmeier zum Naturformen-Eintrag S. arachnoideum from Säbener Berg und zum Naturformen-Eintrag S. tectorum var. tectorum from Säbener Berg
Vom im Eisacktal gelegenen Klausen führt ein steiler Weg den Säbener Berg zum Kloster Säben hinauf.
Der Säbener Berg, ein sogenannter Inselberg hat eine Höhe von 673 m. Sempervivum wachsen hauptsächlich im oberen Bereich.
Wir fanden einige Polster von S. tectorum var. tectorum. Die meisten davon befanden sich in den Felsen, eines entdeckten wir am äußersten Rand eines Felsvorsprungs.
Und wir sahen viele schöne Poster von S. arachnoideum ssp. arachnoideum
Ich konnte mich gar nicht sattsehen an diesen prächtigen Sempis und habe Foto um Foto geschossen.
Es war ein toller Ausflug nach Klausen, bei dem die Semps am Weg zum Kloster Säben eine willkommene Zugabe bildeten.
Wegen der Namen bitte ich euch wieder, zu prüfen, ob ich da richtig liege.
Liebe Grüße
Zaubergarten
Zum Naturformeneintrag S. arachnoideum from Eisacktal, Säbener Berg
Zum Naturformeneintrag S. tectorum var. tectorum from Eisakctal, Säbener Berg
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von rordose am 16.05.2012
hallo Zaubergarten,
schöner Bericht mit Klasse Sempfotos.
Sag mal, hattest du da eine Kletterausrüstung dabei.
Die Fundorte liegen ja teilweise am glatten Fels.
Gruß, rordose
Antwort von Zaubergarten am 16.05.2012
Hallo rordose,
ein klein wenig juckt es mich in den Fingern, jetzt zu schreiben, dass es gaaaanz schwierig war, die Bilder aufzunehmen. Dass ich mich aus großer Höhe abseilen musste, um überhaupt in die Nähe der Semps zu gelangen, dass man mindestens so gut klettern können muss wie Luis Trenker.
Aber es war ganz einfach.
Der Weg führt direkt am Felsen entlang, den Rest der Entfernung hat die Kamera gemeistert.
Lieben Gruß
Zaubergarten
Antwort von Sempernicki am 16.05.2012
Hallo, liebe Zaubergarten,
gleich zwei Arten auf einen Schlag. Ich freu mich für dich (und für uns).
Bei Bild 15 habe ich erst gedacht, dass die Rosetten wie S. arachnoideum ssp. tomentosum aussehen, aber wenn man alle Rosetten auf deinen Fotos anschaut, dann könnte es auch S. arachnoideum ssp. arachnoideum sein.
...tomentosum soll ja im Südwesten des Verbreitungsgebietes von S. arachnoideum, also in den Pyrenäen, in den Südalpen und im Appenin vorkommen.
Vielen Dank für den schönen Reisebericht.
Manuel Werner schreibt in Avonia 28:4, "Hauswurz-Arten der Alpen Sempervivum und Jovibarba" auf S. 138, dass S. arachnoideum ssp. tomentosum in niedrigen Lagen vorkommt, .... ssp. arachnoideum in höheren. Ich denke, dass die von dir angegebenen 673m üNN für ...ssp. tomentosum sprechen.
Hinzu kommt die extrem flache Form der Rosetten in Bild 15, die ja ganz typisch dafür ist. Die kugelige Form in Bild 20 verwirrt dann wieder etwas. Aber Spinnweben sind ja überall reichlich vorhanden
Wir warten mal, was andere dazu schreiben. Im Zweifelsfall können wir ja nur S.arachnoideum im Lexikoneintrag schreiben.
LG
Sempernicki
Antwort von Zaubergarten am 16.05.2012
Hallo liebe Sempernicki,
als ich diese Pflanzen sah, dachte ich auch an S. arachnoideum tomentosum.
Das mit der Höhe könnte hinkommen. Wir haben an einem weiteren Standort auf gut 1300 m Höhe völlig andere Rosetten von Spinnwebhauswurz gefunden.
Liebe Grüße
Zaubergarten
Antwort von Sempernicki am 16.05.2012
Schön, liebe Zaubergarten,
inzwischen bin ich mit meinen Recherchen auch ein Stück weiter - es dauert ja immer ewig, bis man Manuels lange Ausführungen und Bilder studiert hat. Also in der Gegend gibt es beide Unterarten (aber nicht direkt zusammen), vielleicht hast du ein Stück höher wirklich die andere.
LG
Sempernicki
Antwort von Zaubergarten am 16.05.2012
Liebe Sempernicki,
super, was du alles findest!
ich werde, so ich dazu komme, in den nächsten Tagen Bilder der "höherobenwachsenden" Arachno einstellen.
Lieben Feierabendgruß
Zaubergarten
Antwort von sachsblau am 16.05.2012
Liebe Zaubergarten,
ich glaube ich hätte es gar nicht bis zum Kloster geschafft - wäre einfach bei den Semps sitzen geblieben und hätte geschaut und geschaut und Bilder gemacht und weiter geschaut...
Wahnsinn...solche herrlichen großen Sempspolster und beide Arten sind wunderschön. *schmacht*
Ganz herzlichen Dank, dass Du uns davon erzählt und die schönen Fotos gezeigt hast.
Liebe Grüße
sachsblau
Antwort von Zaubergarten am 16.05.2012
Liebe sachsblau,
ich bin bei jedem Pölsterchen stehen geblieben und hab die Kamera hervorgeholt. Meine Freundin meinte irgendwann: "Die gleiche Wurz hast du doch schon x-mal fotografiert."
Ich hab geantwortet "Kann nicht sein, das letzte Foto war vor fünf Metern."
Liebe Grüße
Zaubergarten
Antwort von jezour am 18.05.2012
Hallo Zaubergarten,
vielen Dank für den Reisebericht. Die Bilder sind schön. Ist die Lokalität ausgedehnt? Ich sehe zwei unterschiedliche Gesteine auf den Bildern. Ich finde es sehr interessant!
Der Name zu Sempervivum tectorum var. tectorum passt. Mit dem Namen Sempervivum arachnoideum ist es schwieriger. Es gibt keine feste Grenze zwischen var. arachnoideum und var. tomentosum. In Literatur habe ich gefunden:
var. arachnoideum - die Spinnwebe unterschiedlich, vielmehr spärlich
var. tomentosum - die Spinnwebe immer dicht und ständig
Wie stellen die Autoren der Beschreibungen "unterschiedlich, vielmehr spärlich" und "immer dicht und ständig" vor? Darauf kann ich nicht antworten. Die Antwort ist auch schwieriger, weil Sempervivum arachnoideum viele Hybride bildet.
Darum schreibe ich den Namen gescheit - Sempervivum arachnoideum.
LG,
jezour
Antwort von Sempernicki am 18.05.2012
Hallo Zaubergarten und jezour,
dann erstelle ich den Lexikonbeitrag nun gescheit und lasse die Unterart weg.
Vielen Dank, lieber jezour, für deine Meinung.
LG
Sempernicki
Antwort von Zaubergarten am 18.05.2012
Hallo,
ich habe überall auf diesem Berg Semps gefunden. Beim Aufstieg auf der Südseite und beim Abstieg ..... westlich?
Ich werde mal meine Fotos checken und dann dazu notieren wo ich sie aufgenommen habe.
Vielleicht habe ich einfach unterschiedliche Semps für die Gleichen gehalten
Tut mir leid, wenn es so ist und ich euch damit verwirrt habe.
Lieben Gruß
Trixi
Antwort von Zaubergarten am 18.05.2012
Also jetzt mal der Reihe nach.
Die Aufnahmen von S. tectorum stammen alle vom Abstieg auf der Schattenseite.
Dort stand auf einer Infotafel etwas über das Gestein.
Klausenit, grau-grünes Dioritgestein (Intrusivgestein, mineralogisch: Plagioklas, Pyroxen, Biotit, Quarz).
Die ersten drei Arachno-Bilder nach den Tectorum stammen ebenfalls vom Abstieg.
Die übrigen Bilder sind vom Aufstieg an der Sonnenseite.
Lieben Gruß
Zaubergarten.
Antwort von Sempernicki am 19.05.2012
Danke sehr, liebe Zaubergarten.
Die Information über das Gestein habe ich für S. tectorum var. tectorum im Lexikon übernommen.
LG
Sempernicki