S. brevipilum from Sakaltutan Gecidi
Angaben für S. brevipilum:
Muirhead (Notes Roy. Bot. Gard. Edinburgh 29: 26, t. 2B, fig. 2:3, 1969)
Angaben aus: Eggli, Urs (Hrsg): Sukkulentenlexikon, Bd.4, 2003, S. 351
Die dortigen Autoren für Sempervivum sind: H. 't Hart, B. Bleij & B. Zonneveld
Beschreibungen und weitere Infos
Erwin Geiger
Diese türkische Art ist sehr selten in Kultur. In Ihrer Heimat in Anatolien gedeiht sie vorwiegend zwischen Ritzen in Kalkfelsen in Höhenlagen von 1700 bis 2300 m. Die angebotene Lokalform wurde im Jahre 1976 von Len Earl in Ostanatolien in der Provinz Erzincan auf dem SAKALTUTAN GECIDI Pass bei einer Höhe von 2100 m gesammelt. Eine Rarität für Sammler!
Horst Diehm (aus dem Diehmor):
Auszug aus der Inaugural-Dissertation von Dr. rer. nat. Philipp Neeff :
Beschreibung: Rosette ca. 50 Blätter, Ø 3 cm. Rosettenblätter,
puberulent, dadurch grau braun erscheinend, schmal elliptisch bis verkehrtlanzettlich, spitz bis zugespitzt (3 mm), Bl. Rand kurz gefranst (<0,5mm), im Querschnitt deutlich bikonvex, Verhältnis Länge:Breite= (1,75-) 2,28 (-2,71), Verhältnis Breite:Dicke= (2,33-) 2,6 (-3). Ausläufer 3-5, Länge 2-5cm, Ø 2 mm, puberulent z.T. nur spärlich, Junge Rosetten, Ø 1 oder 3 cm, puberulent. Infloreszenz: Höhe 13-16 (25)cm, 2-3 Gabeläste, puberulent, 12-25 Blüten.Infloreszenz-Blätter lanzettlich bis eilanzettlich, puberulent, kurz gefranst
(<0,5mm), spitz bis zugespitzt. Blüte, Ø 1,4 cm, 13-15zählig, sitzend. Petalen eilanzettlich, verhältnismäßig kurz. Sepalen, pubeszent bis puberulent, kurz dreieckig bis lang dreieckig, Spitze, Länge:Breite 3:1 mm, fast bis zur Hälfte verwachsen. Androeceum Filamente rot, basal spärlich pubeszent, Antheren gelb. Gynoeceum pubeszent .
Bemerkung: Sempervivum brevipilum ist auf dem ganzen Pflanzenkörper puberulent und dadurch gut zu erkennen. Da die Art an vielen Standorten mit S. armenum und S. gillianii nebeneinander vorkommt sind mitHybriden zu rechnen. In der Phänologie gibt es soweit beobachtet keine Unterschiede. Introgressionen sind wahrscheinlich, diese äußern sich bei den Infloreszenzen im Indumentum, so findet man häufig einige Teile, welche nicht puberulent sind, sondern pubeszent. z.B. der Stiel der Infloreszenz.
Ökologie: Auf vulkanischem Gestein, häufig an E, NE und Nord exponierten Standorten. Blüte ab Anfang August
Quelle: Inaugural-Dissertation von Dr. rer. nat. Philipp Neeff
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