Reisebericht von Josef Ježek
Wenn sie den Titel dieses Reiseberichtes lesen, müssen sie fragen: „Warum schreibt jezour über einen Standort am Zaun?“ In dem Text möchte ich auf diese Frage antworten und die Gründe erklären. Also, wo liegt Habrová? Habrová liegt etwa 8 Kilometer nordöstlich von Pilsen. Es handelt um ein Dorf, das im Tal des Flußes Berounka liegt.
Im Dorf Habrová, neben dem Weg gibt es einen steinernen Zaun
In den alten Angaben über der Verbreitung von Jovibarba globifera in Westböhmen findet man viele Erwähnungen über den steinernen Zäunen. Alle diese Erwähnungen weisen auf eine Quelle hin. Die Quelle ist das Buch von František Maloch, das im Jahre 1913 herausgegeben wurde. František Maloch schreibt, dass Jovibarba globifera häufig an den steinernen Zäunen wächst. Er nennt mehrere Dörfer, in denen solche Zäune gibt.
So sieht der Zaun aus, oben wachsen die Rosetten von Jovibarba globifera
Wie sieht die Situation heute aus? Solche Zäune sind aus den Dörfern verschwunden. Ich habe sie in den vielen Dörfern gesucht, aber nicht gefunden. In den Dörfern gibt es jetzt die festen Zäune aus den Ziegeln oder aus den beton Formziegeln. Um die Gärten sind jetzt die Zäune aus Geflecht. Darum war ich so froh, dass ich einen steinernen Zaun gefunden habe. Wir können gut vorstellen, wie die steinernen Zäune früher ausgesehen haben.
- Die Rosetten von Jovibarba globifera am Zaun
Es ist klar, dass der Standort nicht natürlich ist. Trotzdem führe ich die wichtigsten Angaben wie Meereshöhe und Gestein an. Der Standort liegt in der hinteren Hälfte des Dorfes neben dem Weg in der Höhe von 296 Meter über dem Meerspiegel. Das Gestein wird Phyllit gebildet.
- Die Rosetten von Jovibarba globifera wachsen da zwischen den Steinen
Am Standort habe ich eine große Menge der Rosetten gesehen. Die Rosetten bilden Gruppen und Kolonien da. In der Zeit meines Besuches waren alle Rosetten dunkel grün gefärbt und geöffnet. Sie vermehren da vor allem durch Ausläufer, aber ich habe am Standort auch zwei vertrocknete Blütenstängel gefunden. Also, die Rosetten blühen ab und zu am Standort.
- Die Kolonie der Rosetten von Jovibarba globifera
Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von banker07 am 07.04.2014
Hallo lieber jezour;
wundervolle Bilder - danke;
wirklich sehr schade, dass es dort kaum noch diese Naturstein-Zäune gibt; ist doch offensichtlich ein toller Standort für unsere Lieblinge;
und außerdem sehen diese Zäune einfach toll aus;
lieben Gruß
banker07
Antwort von Sempernicki am 07.04.2014
Lieber jezour,
die Leute denken vielleicht, dass es aussieht als seien sie arm, wenn sie sich keinen modernen Zaun dorthin setzen, sondern den aus vergangenen Jahrhunderten dort lassen. Oder die Mauern sind brüchig geworden. Wahrscheinlich finden sie aber diese wilden Mauern mit ihrem Bewuchs trotzdem schön - so wie wir.
Herzlichen Dank für's Zeigen!
Liebe Grüße
Sempernicki