Heimat: Europäische Gebirge - Alpen, Appeninnen, Pyrenäen, Cordillera Cantábrica, Korsika); gewöhnlich kalkfliehend. Eine in Bezug auf Grösse und Behaarung der Rosetten extrem variable Art.
Hybridisierungen mit anderen Arten sind häufig, wenn sie zusammen vorkommen.
Rosetten 0,5 – 2 cm Ø
Horst Diehm / Zusatz zur Beschreibung:
Sempervivum arachnoideum C. von Linnaeus (1753)
Europäische Gebirge ( Alpen, Appeninen Pyrenäen, Cordillera Cantabrica, Korsika ) Die dicht belaubten Rosetten sind meist 5 - 25 mm Ø groß; die Blätter sind einwärts gebogen, elliptisch bis verkehrt lanzettlich, 8 mm lang und 4 mm breit. Diese Art hat als einzige unterschiedlich stark ausgeprägte "Spinnweb"-Haare von Blattspitze zu Blattspitze, die im Winter auch zurückgebildet sein können. Die Blätter sind meist grün, können bei Exposition auch rötlich gefärbt sein. Der Blütenstengel ist 8 cm hoch und dicht mit Blättern besetzt. Der BütenØ beträgt 10 - 15 mm, die 8 - 10 Blütenblätter sind strahlend rosarot. In Kultur ist auch eine weiß blühende Form. Die Art ist leicht zu kultivieren und bildet schnell Matten. Unter Glas (trocken!) bleiben die Spinnwebhaare auch im Winter erhalten. Gewöhnlich kalkfliehend wächst immer auf Urgestein
syn.: Sempervivum arachnoideum var. arachnoideum C. von Linnaeus (1753)
IK: Sempervivum arachnoideum Linn. Sp. Pl. 465
Erstbeschreiber: Carl von Linné (vor der Erhebung in den Adelsstand Carl Nilsson Linnæus; * 23. Mai 1707 in Råshult bei Älmhult; † 10. Januar 1778 in Uppsala) war ein schwedischer Naturforscher, der mit der binominalen Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „L.“. In der Zoologie werden „Linnaeus“, „Linné“ und „Linnæus“ als Autorennamen verwendet.
Linné setzte sich als Student in seinem Manuskript Praeludia Sponsaliorum Plantarum mit der noch neuen Idee von der Sexualität der Pflanzen auseinander und legte mit diesen Überlegungen den Grundstein für sein späteres Wirken. Während seines Aufenthaltes in Holland entwickelte er in Schriften wie Systema Naturae, Fundamenta Botanica, Critica Botanica und Genera Plantarum die theoretischen Grundlagen seines Schaffens. Während seiner Tätigkeit für George Clifford in Hartekamp konnte Linné zum ersten Mal viele seltene Pflanzen direkt studieren, und schuf mit Hortus Cliffortianus das erste nach seinen Prinzipien geordnete Pflanzenverzeichnis. Nach der Rückkehr aus dem Ausland arbeitete Linné für kurze Zeit als Arzt in Stockholm. Er gehörte hier zu den Gründern der Schwedischen Akademie der Wissenschaften und war deren erster Präsident. Mehrere Expeditionen führten ihn durch die Provinzen seiner schwedischen Heimat und trugen zu seiner Anerkennung bei.
Ende 1741 wurde Linné Professor an der Universität Uppsala und neun Jahre später deren Rektor. In Uppsala führte er seine enzyklopädischen Anstrengungen, alle bekannten Mineralien, Pflanzen und Tiere zu beschreiben und zu ordnen, weiter. Seine beiden Werke Species Plantarum (1753) und Systema Naturæ (in der zehnten Auflage von 1758) begründeten die bis heute verwendete historische wissenschaftliche Nomenklatur in der Botanik und der Zoologie.