Lebenslauf

 

     

von Dr.h.c. Fritz Köhlein, Austrasse 4, 95463 Bindlach

 

Am 26. Dezember 1924 wurde ich in Bayreuth als Sohn des Kfz-Werkmeisters Georg Köhlein und seiner Ehefrau Elisabeth Köhlein, geb. Rabenstein geboren. Meine Eltern entstammten alten Handwerker- und Bauernfamilien aus Bayreuth und dessen Umland (Bindlach, Hummelgau).

 

Jugend- und Schulzeit verbrachte ich in Bayreuth, die Ferienzeit fast immer in Bindlach bei Großvater. 1931-1938 Volksschulbesuch in der Graserschule in Bayreuth. 1938 Übertritt in die Aufbauschule. Anschließend Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Würzburg. Von 1942 bis Juli 1944 war ich Panzerfunker bei der deutschen Wehrmacht und anschließend vier Jahre (Juli 1944 bis Mai 1948) in sowjetrussischer Gefangenschaft.

 

Mein Vater war sehr früh (1930) durch einen Motorradunfall verstorben, die Wohnung, die ich mit meiner Mutter bewohnte, wurde im April 1945 durch Bomben total zerstört. Dadurch konnte ich nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, die schulische Ausbildung nicht vervollständigen, der Gelderwerb stand im Vordergrund.

 

1950 heiratete ich Annemarie Steininger, geboren in Bayreuth - St. Johannis. Dieser Ehe entstammen die beiden Söhne Norbert und Gerald.

 

Meiner Neigung auf dem Gebiet der Chemie entgegenkommend, begann ich 1948 meine Tätigkeit im Labor der Lackfabrik Julius Rotter, Bayreuth, als Chemie-Hilfswerker. Im Juli 1952 konnte ich mit einer Ausnahmegenehmigung des damaligen Bayerischen Arbeitsministerium in München, die Chemielaboranten-Prüfung, ohne ordentliche Lehrzeit, erfolgreich ablegen. Von 1953-1954 war ich bei der Lackfabrik Wittmann in Küps beschäftigt. Ab dem Jahre 1954 begann meine Tätigkeit als Lacktechniker bei den Lackfabriken Schwaab, Werk Bad Berneck. Meine Tätigkeit dauerte dort mehr als 30 Jahre, wo ich als Laborleiter, Sicherheitstechniker und Ausbilder für Laborlaboranten, ein interessantes Arbeitsfeld inne hatte. Dieser Tätigkeit entsprechend war ich auch lange Jahre Mitglied der Prüfungskommission für Lacklaboranten an der Industrie- und Handelkammer in Bayreuth. Anfang des Jahres 1985 trat ich mit 60 Jahren in den Vorruhestand.

 

Parallel zu diesem erfolgreichen Werdegang bildetet sich schon bald ein zweites außerberufliches Betätigungsfeld aus, meinen Neigungen zu Natur und Pflanzen entsprechend. Gärtnerisch war ich schon ab 1951 tätig, wobei sich bald zeigte, dass eine intensivere Beschäftigung mit diesem Gebiet, nur auf botanischer Grundlage möglich ist. Als Autodidakt entwickelte ich verschiedene Tätigkeiten als Sammler von Pflanzen, aber auch der zugehörigen Literatur. Ebenfalls als Hobby-Züchter bei den Gattungen Hemerocallis, Iris, Lilium, Sempervivum und Hosta. Eine Tätigkeit, die auch Anerkennung durch Preise und Medaillen hatte. Bald (1963) begann meine Tätigkeit auf dem schriftstellerischen Sektor, erst durch Beiträge in Fachzeitschriften, später als Buchautor, wobei sich die Thematik schon bald botanisch-monographischen Gebieten zuwandte.

 

Es muss hier erwähnt werden, dass ich bei allen Arbeiten wesentlich von meiner Frau Annemarie unterstützt wurde.

 

Die intensive Beschäftigung, speziell mit Pflanzen des alpinen Sektors, machte viele Reisen in Gebirgen notwendig, den europäischen, aber auch weit entfernten (Himalaja, Kaukasus, südafrikanische Drakensberge, Gebirge Alaskas und des nordwestlichen Kanada, den Rocky Mountains der USA und den „südlichen Alpen“ in Neuseeland). Meine Tätigkeit führte auch zu zahlreichen Mitgliedschaften in in- und ausländischen Pflanzenliebhabergesellschaften. Das führte auch dazu, dass ich 1977 zum stellvertretenden Präsidenten der „Gesellschaft der Staudenfreunde e. V. (G.d.S.) gewählt wurde, eine ehrenamtliche Tätigkeit, die ich neun Jahre inne hatte. Seit Herausgabe der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“ gehöre ich auch dem Beirat dieser anerkannten Fachzeitschrift an.

 

Durch den Ruhestand konnten verschiedene Aktivitäten verstärkt werden, die eigenen Bücher sind jetzt auf die stattliche Zahl von 20 angewachsen, wobei einzelne in fremde Sprachen übersetzt wurden (englisch, französisch, niederländisch, dänisch, ungarisch, portugiesisch, russisch und polnisch). Nicht unerwähnt sollte meine Tätigkeit als Pflanzen-Fotograf sein, was zu einer Datei von mehr als 31 000 Aufnahmen führte.

 

Die eigenen Tätigkeiten führten auch zu einer Reihe von Ehrungen. So erhielt ich im Juli 1988 von der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth den akademischen Grad eines Doktors der Naturwissenschaften ehrenhalber (Dr. rer .nat. h.c), von der Deutschen Gartenbaugesellschaft den Buchpreis (1990), von der Gesellschaft der Staudenfreunde die Karl Foerster-Medaille in Bronze, Silber und Gold und vom Zentralverband Gartenbau, Sondergruppe Stauden, den Karl Foerster-Ring.

 

Besucherzähler

Besucherzähler Homepage

Anmeldung nur noch für Fotografen nötig/möglich!